Rallye Paris-Dakar: Reportage 20 Jahre (Archivversion)

1991 Stéphane Peterhansel und Yamaha jubeln: erster Sieg für die Marke nach elf Jahren. Neuling Norbert Schilcher erlebt einen wahren Horrortrip. In Mauretanien kommt er vom rechten Weg ab, bald steckt seine Honda Dominator bis über die Radnaben im Tiefsand fest. Kurz vor Ausbruch des Golf-Kriegs ist es ratsam, das islamische Land so schnell wie möglich zu verlassen. Doch Schilcher sendet vergeblich Notsignale. Zu Fuß erreicht er zwei Tage später mit viel Glück den Lumpensammler-Lkw. Nach weiteren haarsträubenden Abenteuern kommt er schließlich drei Tage nach dem Rallye-Ende in Dakar an.

1992 Kurswechsel: Kapstadt an der Südspitze des Schwarzen Kontinents heißt das neue Ziel. Die 12 500 Kilometer lange Nord-Süd-Route stößt nicht bei allen Teilnehmern auf Begeisterung. Bereits nach zwei Dritteln der Strecke ist die Entscheidung zugunsten von Stéphane Peterhansel gefallen. Auf dem restlichen Stück kann die Konkurrenz kaum noch Boden gutmachen - es gibt mehr ungezeitete Verbindungsetappen als Sonderprüfungen. Jutta Kleinschmidt und Patricia Schek kommen unter großem Hallo auf den Plätzen 23 und 24 ins Ziel. Überschattet wird die Rallye vom tödlichen Unfall des Yamaha-Werksfahrers Gilles Lalay, der im Kongo frontal mit einem Ambulanzwagen des Veranstalters kollidiert.

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