Rallye Paris-Dakar: Reportage 20 Jahre (Archivversion)

1987 Gilbert Sabine führt als neuer Rallye-Boß das Lebenswerk seines Sohnes fort. Auriol steuert mit der Cagiva schon auf Siegeskurs, als er auf der vorletzten Sonderprüfung gegen einen Baum prallt und schwere Beinverletzungen erleidet. Neveu holt danach seinen fünften Sieg. Drama am Rande: Helmut Pohl und Herbert Wimmer, Serviceleute im Rahier-Team, bleiben mit ihrem Mitsubishi in der Ténéré-Wüste liegen - keine Hilfe weit und breit. In der Not bauen sie sich aus Sandblechen und einem BMW-Motor ein Dreirad. Bevor die beiden lostuckern wollen, werden sie nach zwei Tagen endlich von einem Flugzeug gerettet.

1988 An der zehnten Rallye Paris-Dakar entzündet sich heftige Kritik. Schon am ersten Tag in Afrika bleiben auf dem zu schwer gesteckten Kurs 80 Motorradler im Sand stecken. Darunter auch Herbert Schek, seine Tochter Patricia und die Münchnerin Jutta Kleinschmidt. Die Jubiläums-Veranstaltung fordert sechs Menschenleben. Es gibt mehrere Schwerverletzte, einer davon ist Ex-500er Moto Cross-Weltmeister André Malherbe, der seit seinem Sturz in Algerien vom Hals abwärts gelähmt ist. Die sportlichen Aspekte treten in den Hintergrund: Edi Orioli gewinnt auf der Zweizylinder-Honda, Eddy Hau (BMW) siegt in der Marathon-Wertung, Gaston Rahier startet erstmals mit der DR Big Einzylinder-Suzuki.

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