Rallye Paris-Dakar: Reportage 20 Jahre (Archivversion)

1983 Der Belgier Gaston Rahier, dreifacher Ex-Weltmeister im Moto Cross, taucht zum ersten Mal bei der Dakar auf. Mit einer privaten BMW macht er anfangs mächtig Dampf - ehe er sich in Algerien die Ölwanne aufschlitzt und das Handtuch wirft. Der Sieg geht dennoch an den bayerischen Münchner Boxer, denn Werksfahrer Hubert Auriol ist nach verhaltenem Beginn nicht mehr zu bremsen. Herbert Schek, diesmal wie Fenouil und Raymond Loiseaux zur BMW-Werkstruppe gehörend, scheidet vorzeitig aus. Die Holländerin Anne Kies wird Achte und landet zwei Plätze vor Vorjahressieger Cyril Neveu.

1984 »Ein Sandfloh siegt« - so lautet die Headline der Dakar-Story von MOTORRAD. Gemeint ist Gaston Rahier, der nur 1,64 Meter mißt, am Ende der Rallye aber der Größte ist: Ganze 20 Minuten hat der Belgier seinem zweitplazierten BMW-Teamgefährten Hubert Auriol abgenommen. Da gerät selbst Rallye-Chef Thierry Sabine, der die Karawane vom Hubschrauber aus beobachtet, ins Schwärmen: »Rahier klettert mit der BMW wie eine Gemse über die Felsen - so etwas habe ich noch nie gesehen.« Herbert Schek gewinnt auf BMW die Marathonwertung für seriennahe Motorräder. Drei Frauen schlagen sich nach Dakar durch. Die Französin Véronique Anquetil ist die Beste und landet auf Platz 15.

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