Red-Bull-Romaniacs (Archivversion) Roar-manisch

Dakar-Rallye-Sieger Cyril Despres ist eigentlich ein ruhiger Mann. Wenn’s allerdings nicht so gut läuft, kann der KTM-Werkspilot richtig in Rage geraten. Etwa, wenn das defekte Navigationssystem ihn kilometerweit von der vorgegebenen Strecke wegführt. Oder er und seine Maschine bei einer Flussdurchfahrt ein unfreiwilliges Vollbad nehmen, was ihn in beiden Fällen bei der Red-Bull-Roma-
niacs 2005, die in den unwegsamen rumänischen Karpaten bei Sibiu stattfand, zweimal vorübergehend die Führung kostete. Die wollte er als Vorjahressieger und derzeit bester Rallye-Pilot weltweit selbstredend verteidigen.
Blieb für den Franzosen nur eins: die Wut im Bauch gleich in die Gashand umleiten und wie ein Maniac mit aggressivem Fahrstil den Rückstand wieder herausfahren. Nicht gerade einfach bei der extrem technischen und langsamen Strecken-
führung durch die gebirgige Wildnis mit teilweise über 20000 Höhenmetern pro Etappe. Despres meisterte jedoch selbst schwierigste Trialeinlagen bravourös und flog zu guter Letzt als einziger Teilnehmer im äußerst anspruchsvollen City-Parcours ausnahmslos über alle fiesen Hindernisse und damit zum souveränen Gesamtsieg vor den südafrikanischen KTM-Piloten
Riaan van Niekerk und Darryl Curtis. Bei den Amateuren gab’s einen rumänischen Heimsieg für das Team Egly Racing 1, dicht gefolgt vom österreichischen Team Kornspitz mit der Rallyedebütantin Lisi Mucha. Platz drei belegten die Sieger
des Vorjahres, das Team Flatout Fightclub aus Österreich mit den Brüdern Erich und
Oliver Mocker. tde

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