Regenrenn- gegen Straßenreifen (Archivversion) Nass-<br /><br /> Kleber

Anlässlich des Sportreifentests (MOTORRAD 9/2005) stülpte die Test-Crew zur Kür des Tages beim Nasstest einen Satz reinrassiger Michelin-Regenrennreifen (vorn P 18435, hinten P 12325), wie ihn auch Rossi und Konsorten fahren, über die Felgen der Kawasaki ZX-10R. Die extrem weiche Mischung mit noch höherem Silika-Anteil als beim Pilot Power
garantiert maximalen Grip bei Nässe im Bereich von 50 Grad Gummitemperatur. Trocknet die Strecke ab, zerreibt es den auf einer sehr flexiblen Radialkarkasse aufgebrachten Gummi jedoch ab 85 Grad innerhalb weniger Kilometer bis zur Unfahrbarkeit.
Die pfeilparabolische Profilierung am Hinterrad (siehe unten) schneidet den Wasserfilm besser als das Blockprofil am Vorderrad und stabilisiert zudem die länglichen Gummiblöcke gegen eine Verformung durch die auftretenden Seiten- und Umfangkräfte. Das erlaubt hinten die Verwendung einer noch weicheren Gummimischung, ohne dass der Reifen in Kurven und auf der Bremse instabil oder schwammig wird.
Auf die eigentliche Verdrängung des Wassers, die so genannte Drainage, hat das Profilbild geringeren
Einfluss, als man denkt. Der stehende Wasserfilm kann in alle Richtungen, also auch quer oder gegen die Drehrichtung des Reifens weggedrückt werden. Entscheidend dabei ist das Volumen der Profilrille,
weniger deren Verlauf. wk

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