Reifenkennzeichnung

Foto: fact
Jeder Reifen trägt seine Visitenkarte sozusagen öffentlich zur Schau. Man muss die Zahlen- und Buchstabenkombinationen auf der Seitenwand nur zu deuten wissen. Die ersten beiden Zahlen geben die Breite in Millimetern und die Höhe als eine von der Breite abhängige Verhältniszahl an.

180/55 steht demnach für einen Reifen mit 180 Millimeter Breite und 55 Prozent, also 99 Millimeter Höhe. Die folgenden Buchstaben legen den Geschwindigkeitsindex und die Bauart fest.

Z symbolisiert eine Höchstgeschwindigkeit von über 240 km/h, die der Buchstabe in der Klammer noch genauer definiert. Das folgende R kennzeichnet den Pneu als Radialreifen, ein B einen Gürtelreifen. Fehlt der Buchstabe hinter dem Geschwindigkeitsindex, handelt es sich um einen Diagonalreifen.

Die Zahl 17 bestimmt den Reifendurchmesser in Zoll. Er beträgt in diesem Fall also 432 Millimeter (ein Zoll entspricht 25,4 Millimeter). In Klammern folgt der Tragfähigkeits- oder Loadindex LI (siehe Tabelle Tragfähigkeitskennzahlen), der der Zahl 73 zum Beispiel 365 Kilogramm zuordnet. Die anschließende Kennzeichnung W begrenzt die Höchstgeschwindigkeit auf 270 km/h (siehe Tabelle Geschwindigkeitssymbole).

Der Typbezeichnung des Herstellers folgt teilweise ein kleiner Buchstabe (siehe Teil 2). Diese Sonderkennung weist den Reifen als besondere Spezifikation für bestimmte Motorradmodelle aus und ist im Fahrzeugschein eingetragen.
Anzeige
Foto: fact
Selbst das Geburtsdatum des Reifens offenbart ein Aufdruck auf der Seitenwand. Die hinter der Bezeichnung DOT in einem speziellen Feld eingeprägte Zahl 4900 beziffert die 49. Woche des Jahres 2000 als Produktionsdatum.
Anzeige
Foto: fact
Letztlich deutet noch ein TT (Tube Type) auf Schlauch-, ein TL (Tubeless) auf Schlauchlosreifen hin.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel