Reifenpanne (1) Nagelprobe

Foto: fact
Reifenpannen gehören glücklicherweise zu den seltenen Ereignissen im Leben eines Motorradfahrers. Handelt man sich doch mal einen Plattfuß ein, dann geschieht dies meist fernab von Werkstätten oder Tankstellen. Gut, wer in derart misslichen Situationen den richtigen Pannenhelfer im Gepäck hat, um mit dem Bike nach erfolgter Reparatur aus eigener Kraft die Distanz bis zum nächsten Reifenservice zu bewältigen. Solange der Reifen weder in Fetzen hängt noch ein zu großes Loch aufweist und die Felge nicht beschädigt wurde, ist eine Behebung des Schadens mit Flickzeug oder Pannenspray in der Regel möglich.
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Foto: mps-Studio
Ganz wichtig: Anschließend sollte man in jedem Fall umgehend einen Reifenhändler aufsuchen, denn ein provisorisch reparierter Reifen muss so bald als möglich gegen einen neuen ausgetauscht werden! Bevor man sich an die Arbeit macht, heißt es, die Ursache für den Luftverlust festzustellen. Ist der schlaffe Gummi auf einen spitzen Fremdkörper zurückzuführen, kommen je nach Reifentyp verschiedene Reparaturmöglichkeiten in Betracht.
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Foto: mps-Studio
Bei den heutzutage überwiegenden schlauchlosen Reifen ist eine Erfolg versprechende Reparatur ohne Radausbau möglich, sofern das durch den Fremdkörper verursachte Loch nicht größer als zwei bis drei Millimeter ist. Am schnellsten machen Pannensprays den Reifen wieder flott Tankstellen oder Zubehörhändler bieten sie zu Preisen zwischen zehn und 20 Euro an.

Vor der Anwendung wird der Fremdkörper entfernt, dann der Pneu mit dem Doseninhalt befüllt und anschließend sofort eine kurze Strecke mit mäßiger Geschwindigkeit zurückgelegt. Auf diese Weise verteilt sich das Mittel gleichmäßig im Reifen, die darin enthaltenen Partikel stauen sich durch die ausströmende Luft an der schadhaften Stelle und dichten diese ab. Achtung: Nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren und bei erster Gelegenheit den Luftdruck überprüfen! Vorsorglich in die intakten Reifen einzufüllende Präventivmittel funktionieren nach demselben Prinzip.

Etwas aufwendiger ist die Schadensbehebung mit einem speziellen Reparaturset für Schlauchlosreifen, das für rund 20 Euro mehrere Gummipfropfen, Klebstoff, Reibahle und Gaskartuschen beinhaltet. Nach Entfernen des Fremdkörpers wird das Loch mit der Reibahle vorbereitet und mit Vulkanisierlösung präpariert. Anschließend einen Gummipfropf einziehen und den Reifen mit den Gaskartuschen befüllen. Die leicht flüchtige Kohlendioxid-Füllung sollte an der nächsten Tankstelle durch Luft ersetzt werden.

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