Reifenpanne (2) Schlauchreifen

Foto: Archiv
Schäden an Schlauchreifen erfordern den Ausbau des Rads und die Demontage von Reifen und Schlauch. Während die Demontage des Reifens oftmals Schwierigkeiten bereitet, weil sie nur mit viel Kraft, Geschick und vor allem mit Montierhebeln zu bewerkstelligen ist, dürften mit der fahrradähnlichen Schlauchreparatur per Flickzeug auch weniger Geübte keine Probleme haben. Wer die beschädigte Stelle nicht gleich findet, pumpt den Schlauch auf und drückt ihn in einen Behälter mit Wasser. Austretende Luftbläschen weisen den Weg zur Schadensstelle. Nach Abtrocknen des Schlauchs geht’s ans Flicken. Voraussetzung: geeignetes Motorradflickzeug (für Notreparaturen reichen auch herkömmliche Fahrradflicken). Die Reparatur-Sets beinhalten neben verschiedenen Flicken eine Tube Vulkanisiermittel, Schleifpapier sowie eine Bedienungsanleitung.
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Foto: mps-Studio
Mit dem Schleifpapier wird der Bereich um die Schadensstelle aufgerauht, dann mit Vulkanisiermittel bestrichen, das ein paar Minuten antrocknen sollte. Schließlich wird der passende Flicken auf die vorbehandelte Stelle aufgetragen und kurz mit der Hand angepresst. Ein mitgeführter Ersatzschlauch erspart übrigens die lästige Flickarbeit – bei Offroad-Wettbewerben wie Rallyes oder mehrstündigen Enduro-Rennen gehört ein intakter Schlauch ins Gepäck, um bei einer Panne nicht wertvolle Zeit zu verlieren.

Vor dem Einbau des neuen oder geflickten Schlauchs unbedingt auch die Innenseite des Reifens auf Beschädigungen und Fremdkörper untersuchen, sonst entweicht die Luft durch ein neues Loch. Besseren Schutz vor Plattfüßen bieten besonders stabil ausgeführte Schläuche, die zwar deutlich schwerer sind als ihre dünnwandigen Kollegen, dafür aber viel robuster. Vor allem im Enduro-Bereich, wo mit geringen Reifendrücken gefahren wird, machen die Dickhäuter Sinn.
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