Reinigung von Leder, Textil und Helmen (Archivversion) Textil

Wesentlich unkomplizierter als bei Leder gestaltet sich die Reinigung von Motorradbekleidung aus Textilmaterialien. Die Pflegeanleitung oder das Wäschezeichen im Kleidungsstück geben in der Regel Auskunft. Im Zweifelsfall hilft ein Anruf beim jeweiligen Hersteller, der meist die besten Tipps parat hat.Zur Reinigung von leichten Verschmutzungen auf der Oberfläche eignen sich wie bei Leder Schwämmchen und Neutralseife – allerdings stört bei Textil der Einsatz von reichlich Wasser keineswegs.Während bei oberflächlichen Säuberungsaktionen von Hand die Protektoren drin bleiben können, müssen sie vor einer Reinigung in der Waschmaschine unbedingt herausgenommen werden, da sie sonst kaputt gehen.Die heutzutage in den meisten Jacken und Hosen verwendeten wind- und wasserdichten Funktionsmembranen überleben häufiges Waschen – auch in der Maschine – hingegen unbeschadet. Allerdings darf kein Weichspüler verwendet werden, der die Membran zerstört. Etwas Fein- oder Wollwaschmittel genügt völlig. Prinzipiell gilt: Lieber etwas öfter Waschen und nur ganz wenig oder gar keinen Reiniger verwenden. Wichtig ist außerdem, mit hohem Wasserstand zu waschen beziehungsweise viel und gründlich zu spülen, denn Waschmittelrückstände beeinträchtigen die Funktion der empfindlichen Membrane. Stärkere Verschmutzungen vor der Wäsche mit Margarine einreiben. Wer außerdem von Anfang an nach dem Waschen bügelt (Einstellung am Bügeleisen zwei Punkte, kein Dampf), reaktiviert die Grundimprägnierung. Gelegentliches Auffrischen der Imprägnierung mit handelsüblichen Sprays hilft zwar vorübergehend, doch von Fachbetrieben aufgebrachte Imprägnierungen für Textilbekleidung halten wesentlich länger. Wer seine Motorradbekleidung in eine Wäscherei oder in die Reinigung gibt, sollte unbedingt auf vorhandene Membrane hinweisen, damit beispielsweise zum Anbringen der Kontrollnummern keine Sicherheitsnadeln verwendet werden.

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