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Die Anforderungen an Kleidung und Ausrüstung sind auf Grund der großen klimatischen Unterschiede – Temperaturen von bis zu minus 20 Grad in den Anden gegenüber tropischer Hitze im Regenwald – enorm. Das Beste und somit leider oft das Teuerste ist bei einer solchen Reise gerade gut genug. Ohne eine qualitativ gute Textilkombi mit herausnehmbarem Innenfutter und guten Protektoren geht nichts, zumal man diese Kleidungsstücke praktisch täglich für die Dauer der Reise trägt – wer hier knausert, spart nicht nur in Sachen Geld an der falsche Stelle, sondern auch an Sicherheit und an Komfort.

Zwei Paar Handschuhe (für Sommer und Winter) und möglichst feste Stiefel sind ebenfalls erforderlich. Ein Enduro-Helm sieht zwar gut aus, besser ist wegen der eisigen Temperaturen in den Anden und des ewigen Pisten-Staubs jedoch ein Vollvisierhelm. Noch besser: ein Klapphelm (zum Beispiel Schuberth Concept), aus dem sich bei allzu großer Hitze auch eine Halbschale bauen lässt. Fotografen wissen diesen Helmtyp längst zu schätzen: Schnappschüsse lassen sich auch ohne lästiges Helmabsetzen schießen.Das Zelt sollte in der Lage sein, Stürmen und tropischen Regengüssen zu trotzen. Hier finden sich bereits in der 500-Mark-Klasse sehr gute Zelttypen. Ob Rund- oder Tunnelzelt hängt dabei vom Geschmack ab. Nicht vergessen: Ersatzheringe (auch für Sand), Reperaturflicken und Nahtdichter. Ein guter Schlafsack sollte noch bei Temperaturen um Null Grad einen angenehmen Komfort bieten – und dabei wenig wiegen und ein kleines Packmaß besitzen. Da es in den höheren Regionen nachts deutlich kälter wird, empfiehlt sich die Mitnahme eines Flies-Innenschlafsacks (etwa 70 Mark) und einer Wärmflasche(!). Beides ist nicht nur für die Outdoor-Übernachtung, sondern auch für die oft unbeheizten Hotelzimmer eine gute Investition. Eine selbstaufblasbare Isomatte ist ein Muss gegen die Kälte und für den Schlafkomfort.

Bei längeren Etappen mit wenig Versorgungsmöglichkeiten dürfen Wasserkanister, mechanischer Wasserfilter, Benzinkocher und Kochutensilien nicht fehlen. In Outdoor-Geschäften wie Globetrotter Ausrüstung in Hamburg (www.globetrotter.de), Därr in München oder Woick in Stuttgart, um nur drei zu nennen, findet sich praktisch alles im Handtaschenformat.

Zum Lesen oder Arbeiten bei Nacht empfiehlt sich eine Stirnlampe mit sparsamen Leuchtdioden. Wer über eine Bordnetzsteckdose verfügt, sollte sich einmal die Leuchtdioden-Zeltlampe »Touralight« für 79 Mark anschauen, die mit einem fünf Meter langen Kabel geliefert wird. Mit der Leuchtdiodenlampe Chala-12-HD für 189 Mark lassen sich zusätzlich über ein Netzkabel vier Akkus laden (beide Produkte von Touratech).

Für Fotografen hat Touratech einen neuen Foto-Tankrucksack (290 Mark) im Angebot, an dessen Entwicklung der Langzeitglobetrotter Helge Pedersen (Autor des Buchs »10 Years on 2 Wheels«) beteiligt war, und der auch als Rucksack oder Umhängetasche zu verwenden ist.
Um die Motorräder auch einmal unbeaufsichtigt stehen zu lassen, gehören möglichst sichere Kettenschlösser ins Reisegepäck. Von Abus kommt zum Beispiel das City Chain 1010 für 175,95 Mark, einer der Testsieger in MOTORRAD 10/2000. Praktisch: Abus bietet gegen einen Aufpreis an, zwei Schlösser mit einem identischen Schlossmechanismus zu versehen.

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