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Müsst Ihr viel Geld verdienen, dass Ihr Euch einen sechsmonatigen Urlaub leisten könnt! Diesen Ausspruch haben die beiden Aussteiger auf Zeit in den letzten Wochen sehr oft gehört. Es stimmt, dass ein derartiges Unternehmen Geld kostet – aber weniger, als die meisten glauben. Mit Ausnahme von Argentinien lässt es sich in Südamerika verhältnismäßig günstig reisen. Das gilt besonders für Bolivien, Peru und Ecuador, wo pro Monat und Person etwa 1000 bis 1300 Mark zu veranschlagen sind.

Campen senkt die Kosten ungemein. In Chile und Argentinien ist es zum Beispiel kein Problem, sein Zelt wild in den Andenregionen aufzustellen. Nach oben sind in Sachen Geld natürlich keine Grenzen gesetzt. Für eine sechsmonatige Südamerika-Reise sollten mit einem eigenen Fahrzeug für sämtliche Kosten etwa 10.000 bis 12.000 Mark kalkuliert werden. Billiger wird es, wenn zum Beispiel ein Paar nur auf einem Motorrad reist.

Es ist ratsam, für die Dauer der Reise eine Haftpflichtversicherung oder bei Bedarf sogar eine Vollkasko für das Fahrzeug abzuschließen, da die heimatliche Versicherung außerhalb Europas keinen Schutz gewährleistet. Der Preis richtet sich nach dem Hubraum und der Reisedauer; für sechs Monate würde eine Vollkaskoversicherung für eine BMW R 1100 GS etwa 1300 Mark kosten, für eine 650er wären etwa 950 Mark fällig (je nach Dollarkurs). Infos bei der Nowak-Versicherung, Telefon 06122/15646.

Tipp: Die laufenden Kosten zu Hause so weit wie möglich reduzieren. Also weitere Fahrzeuge vorübergehend stilllegen, Abos kündigen und die Wohnung untervermieten. Letzteres ist nicht jedermanns Sache, bei einer längeren Reise aus finanziellen Gründen oft aber unumgänglich, wenn die Wohnung nicht aufgegeben werden soll. Eine Mitwohnzentrale (www.mitwohnzentrale.de) vermittelt Mieter auf Zeit. Oder man kontaktiert die Personalabteilungen großer (besser: internationaler) Unternehmen und bietet dort die Wohnung an. Ein Untermietvertrag ist in jedem Fall erforderlich, genau wie das Einverständnis des Vermieters. Je nach Ausstattung und Möblierung der Wohnung kann auch eine höhere Miete verlangt werden. Ein genaues Übergabeprotokoll und eine Videoaufzeichnung des Zustands der Wohnung ist ebenfalls sinnvoll.

Einmal unterwegs, ist es ratsam, seine Reisekasse in Form von Bargeld (US-Dollar), Traveller-Cheques (American Express) und Kreditkarten (Eurocard, American Express, Visa) aufzusplitten. Das Bargeld sollte nicht mehr als die Hälfte des Etats ausmachen. Immer einen Vorrat an »kleinen« Scheinen bereit halten und unbedingt darauf achten, dass die Scheine so neu und unbenutzt aussehen wie möglich. Ansonsten kann es passieren, dass das Geld nicht angenommen wird.

Reiseschecks können in fast jeder Bank getauscht werden und haben den Vorteil, dass bei Verlust ein Ersatz möglich ist. Kreditkarten sind inzwischen weit verbreitet, und man kann zumindest in jeder größeren Stadt Geld an Automaten ziehen.

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