Reiseleiter-Tipp (Archivversion) Tanken bei den Franken

Die Reiseleiter des MOTORRAD action team fahren auf ihren Touren durch Europa und die weite Welt Tausende von Kilometern und sammeln wertvolle Erfahrungen. Jo Gärtner über die schlechte Benzinversorgung in Frankreich.

Frankreich ist ein wahres Kurven-Paradies. Ob Westalpen, Cevennen, Pyrenäen oder Elsass – kein Land der Welt ver-
fügt über eine höhere Passdichte. Leider trübt eine unselige Entwicklung den Motorradspaß in unserem Nachbarland.
Seit einigen Jahren nämlich verschwinden all die kleinen privaten Tankstellen von der Bildfläche, weil die Mineralöl-
konzerne automatisierte Großtanken einrichten. Diese funk-
tionieren nur noch mit Kreditkarten – und zwar ausschließ-
lich mit französischen! Vor allem sonntags, wenn fast alle Tankstellen geschlossen haben, geht dann mit Bargeld gar nichts mehr. Darauf sollte man sich bei der Routenplanung einstellen. Nur noch an den Routes Nationales, den Bundes-
straßen, oder an den Autobahnen finden sich offene Tanken, während auf dem Land die Suche ein nervenzehrendes Glücksspiel ist. Wer hier ohne Benzin strandet, kann es höchstens noch mit »Sprit-Spotting« versuchen. Man fragt einen Einheimischen, ob man
auf seine Kredit-
karte tanken
darf und gibt
ihm das Geld in bar. Oder man geht auf Nummer
sicher und legt sich gleich eine französische Kreditkarte zu.

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