Rennsport-Engagement (Archivversion) Gas-Geber

Wieviel und in welche Rennsport-Klassen investieren die deutschen Motorrad-Importeure? Eine Übersicht.

Von Super Moto bis Superbike, von 500 000 Mark bis zu zwei Millionen - das Sport-Engagement der deutschen Importeure fällt vom Programm und vom Budget her recht unterschiedlich aus. Sportlich am aktivsten ist 1996 zweifelsohne die deutsche Yamaha-Vertretung Mitsui. Es gibt kaum eine Rennklasse, in der die Firma nicht offiziell mitmischt. Ebenfalls stark engagiert ist Suzuki Deutschland. Vertriebschef Bert Poensgen hofft mit der neuen GSX-R 750 endlich wieder auf Siege in der Superbike-DM, vertraut aber gleichzeitig auf die nachwuchsfördernde Wirkung des ADAC-Junior-Cup. Auf diesen Cup setzt auch Aprilia-Importeur A & G. »Wir betreiben Rennsport nicht aus Spaß an der Freud, sondern wegen der konsequenten Nachwuchsförderung«, sagt Bernd Kirchhoff, technischer Leiter von A & G. Ziel sei es, »endlich wieder mehr deutsche Fahrer in den WM-Startfeldern zu haben«. Das sieht Honda-Rennsportleiter Hanns Eisner ähnlich. Honda Deutschland unterstützt gleich vier Nachwuchsfahrer in der 125er DM, außerdem mit Ralf Waldmann, Jürgen Fuchs und Dirk Raudies drei WM-Top-Fahrer. Rund eine Million Mark im Jahr läßt sich Kawasaki sein Team Green kosten. Dagegen mutet das Budget von Ducati-Importeur DNL mit 500 000 Mark eher bescheiden an. Auch für die Grau-Importeure gewinnt der Rennsport an Bedeutung: Auf zwei Millionen Mark beziffert Ralf Schindler, Teamchef des United Grey-Teams, das Budget des Händlerverbundes. Neben dem Werbeeffekt hat das UG-Team noch einen anderes Anliegen: »Wir wollen das Fahrerlager und unsere Hospitality für die Fans öffnen«, betont Schindler. Selbige sollten den umtriebigen Badener beim Wort nehmen: Der feuerrote UGT-Bus läßt sich schwer verfehlen.

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