Renntraining/Sportfahrerlehrgang (Archivversion)

Bitte noch öfter

Premiere in Sachen Renntraining und Sportfahrerlehrgang. MOTORRAD lud die Knieschleifer-Fraktion nach Hockenheim. Daraus entstand ein klarer Auftrag für die Zukunft.

»Endlich macht ihr mal ein vernünftiges Training.« Lars grinst und schiebt seine nageneue Yamaha R1 zur technischen Abnahme. »Bei euren Perfektionstrainings fehlt mir das Renntempo. Ich mag’s einfach schräger.« Für Lars war das MOTORRAD-Renntraining am 23. und 24. Juli 1998 in Hockenheim die erste Teilnahme beim ACTION TEAM. Rainer aus Wuppertal dagegen ist ein reinrassiges »Eigengewächs«. Seit acht Jahren kurvt er mit dem ACTION TEAM um die Nordschleife des Nürburgrings und nahm den ersten MOTORRAD-Sportfahrerlehrgang zum Anlaß, seine persönliche Gangart zu verschärfen. »Nach 15 Perfektinstrainings wollte ich’s auch mal auf einer Grand Prix-Strecke versuchen, aber nicht ohne Instruktor.« Daß sowohl Lars als auch Rainer auf ihre Kosten kamen, lag am zweigleisigen Konzept. Das ACTION TEAM teilte das Training in drei Gruppen. Der instruktorenbetreute Sportfahrerlehrgang und zwei unterschiedliche Leistungsgruppen des Renntrainings b4efuhren im 20-Minuten-Rhythmus den Großen Kurs. »Maximaler Spaß für jedermann bei maximaler Sicherheit« - gemäß diesem Motto hatte man sich auch für den Fall der Fälle bestens gerüstet. Die Streckensicherung sowie ärztlicher Notfalldienst inklusive Klinomobil, ergänzt durch Videoüberwachung, stellte MOTO aktiv. Während die Herren in Weiß zwei geruhsame Tage verbringen konnten, mußte »Ali« Metayér vom technischen Service kräftig ran. Dabei hielt ihn das Zusammenflicken von leicht havarierten Teilenehmer-Motorrädern lang nicht so in Atem wie die Hilfestellung beim Räderwechseln. Knapp 80 Satz Reifen montierte der Pirelli-Reifendienst.Auch MOTORRAD-Tester Mini Koch war rund um die Uhr im Einsatz. Seine mit Technik-Kollege Waldemar Schwarz am Abend vorgetragenen Informationen rund um die Themen »Reifen« und »Fahrwerkseinstellung« sorgten für intensive Nachfragen am nächsten Tag.Darauf hatte sich das ACTION TEAM aber mit einigen zusätzlichen Instruktoren eingestellt. Die ehemaligen Langstrecken-WM-Piloten Klaus Eckert und Siegi Scherm, der deutsche Seriensport-Meister von ?? Ralf Möckel, Ex-GP-Star Peter Öttl und »Ali« Grässel, Grand Prix-Fahrer zu Zeiten Toni Mangs, gehörten unter anderem zur namhaften Mannschaft. Der fünfmalige Weltmeister selbst war übrigens ebenfalls in Hockenheim, allerdings als Teilnehmer. »Das war bestimmt so schnell wie früher«, ächzte Lars, der Mangs griftgründer Kawasaki nicht mal ansatzweise folgen konnte. Rainer hatte sich seine Ziele nicht ganz so hoch gesteckt, war aber dennoch restlos erledigt. »Drei Stunden pro Tag im Renntempo, das ist für mich mehr als genug.« Beide fanden viel Lob für ACTION TEAM-Premiere in Hockenheim. Vor allem das Einhalten des Zeitplans und die reibungslosen Abläufe fielen Lars positiv auf. Die Leistungen des Services, der für das leibliche Wohl sorgen sollte, stieß dagegen auf umfassende Kritik. Die Forderungen für die Zukunft waren deshalb eindeutig: Besseres Verpflegungsangebot und unbedingt noch mehr Veranstaltungen dieser Art. Und wir haben verstanden.
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INFO-KASTEN (Archivversion)

trainings-profilZweitägiger Sportfahrerlehrgang oder freies RenntrainingStrecke: GP-Kurs HockenheimFahrkönnen: Keine Fahranfänger programmSportfahrerlehrgang: Instruktoren-geführtes Training für sportliche Motorradfahrer. Training in Gruppen von durchschnittlich sieben TeilnehmernFreies Renntraining: Freies Fahren in zwei Leistungsblöcken auf abgesicherter Strecke. preiseRenntraining: 490 MarkSportfahrerlehrgang: 690 MarkLeistungen: Zwei Tage exklusiv gemietete Rennstrecke, drei Blöcke à 20 Minuten, Streckensicherung, Videoüberwachung, Notarzt, rennerfahrene Instruktoren, individuelle Übernachtung im FahrerlagerServicedienst: Reifenservice, techn. ServiceNicht eingeschlossen:Übernachtung im Hotel, Essen, Getränke, Benzin(Änderungen vorbehalten)

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