Report: T-Cup gegen Duke-Battle Wer zeigt es wem?

Im Rahmen des großen PS-Racecamp-Events am ersten Juni-Wochenende in Hockenheim kam es zu einem denkwürdigen Aufeinandertreffen: KTM Super Dukes und Triumph Street Triples wollten wissen, wer die Schnellsten sind.

Foto: jkuenstle.de

Die Sonne brannte unbarmherzig auf den Asphalt in Hockenheim nieder, sowohl die Rennfahrer des Triumph Street Triple Cups als auch die KTM-Racer auf ihren Zweizylindern hatten bereits zwei eigene Cup-Läufe in den Knochen, und dennoch wollten die hartgesottenen Angaser in einem Show-Kampf den zahlreichen Besuchern des PS-Racecamps, der Rennen und der European Stunt Open zeigen, was die jeweiligen Marken-Cups drauf haben. Zwar heizte Initiator Matthias Schröter die Situation noch weiter an, als er das Rennen als "die größte Show seit Ben Hur" anpries, aber da machte ihm der Leistungsunterschied der Motorräder dann doch einen Strich durch die Rechnung.

Schon im eigens für den Vergleich anberaumten Zeittraining wurde offensichtlich, dass selbst die deutlich kürzere IDM-Strecke, die die sauschnelle Parabolika etwa um die Hälfte kürzt, den um gut 15 PS-stärkeren 990er-Twin nicht so einbremsen kann, dass die Triumph mit 106 PS auch nur den Hauch einer Chance hätte. Selbst schwächeren Fahrern auf der KTM gelang es immer wieder auf Start/Ziel oder auf dem kurzen Stück der Parabolika, an im kurvigen Motodrom deutlich überlegene Fahrer heranzukommen.
Und so kam es, wie es kommen musste: Die im Cup schon pfeilschnellen KTM-Jungs setzten sich Runde um Runde vom brillanten, verzweifelt kämpfenden aber am Ende chancenlosen Frank Heidger auf seiner "Streety" ab. Jeff Kirsch, Jens Borrusch, Michael Roth, Hendrik Ladiges, Jens Hebisch und Dirk Schnieders machten das Rennen unter sich aus. Als erster überquerte Schnieders die Ziellinie und krönte seine beiden Cup-Lauf-Siege zusätzlich mit einem weiteren Sieg. Knapp dahinter kam Hebisch ins Ziel, gefolgt von Ladiges. Als bester T-Cup-Fahrer landete Heidger mit einem Rückstand von 46 Sekunden auf Platz 7.

Endgültig geschlagen geben sich die Triple-Cuppies jedoch noch nicht. Da neben dem sportlichen Ehrgeiz auch die Gaudi an diesem Vergleich für die Starter und der Unterhaltungswert fürs Publikum besonders hoch war, kündete Otmar Bange als Organisator der Speedweek bei der Siegerehrung das Revanche-Rennen als Teil dieser Veranstaltung an. Mal sehen, ob die mit kniffligen Kurven versehene Piste in Oschersleben dann ein anderes Bild zeichnet vom Kräfteverhältnis zwischen England und Österreich. (Ergebnisliste: www.triumph-cup.de)

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