Riesenhuber (Archivversion)

Riesenhuber

Die Motorradhersteller überbieten sich alljährlich, was
Leistung und Hubraum ihrer neuen Modelle anbelangt. MOTORRAD hatte nun Gelegenheit, einen Kawasaki-Prototyp zu fahren, der auf der Intermot in München vorgestellt werden soll und alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt: die ZX-6000R. Ein paar Daten gefällig? Zwölf Zylinder, 60 Liter Hubraum, 585 PS, 1150 Kilogramm Leergewicht. Größtes Problem bei der Neuen ist das Einnehmen der
Sitzposition in gut zwei Meter Höhe. Einmal im Sattel, bietet sich dem Fahrer dafür eine nahezu perfekte Übersicht. Der Bolide wird nicht über die ausladenden Lenkerstummel gesteuert, sondern über eine im Tank versenkbare Apparatur direkt vor dem
Fahrer. Insgesamt konnte die ZX-6000R noch nicht ganz überzeugen, auch wenn die Fahrleistungen (0–250 km/h in 6,3 Sekunden,
389 km/h Höchstgeschwindigkeit) gigantisch ausfallen. Vor allem beim Rangieren bereitet das Monstrum große Schwierigkeiten, und der Verbrauch von minimal 65 Litern auf 100 Kilometer ist inakzeptabel – da müssen die Kawasaki-Techniker wohl noch mal ran.
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Aprilscherze (Archivversion) - Dosenpfand

Jetzt ist es amtlich: Ab 1. Juni 2004 muss auch für Dosen, die Öle, Pflege- oder
Reinigungsmittel enthalten, Pfand bezahlt werden. Das entschied die Europäische Gesellschaft für Motorräder und Umwelt. Das Mindestpfand für Gebinde unter
0,5 Litern beträgt 76 Cent, für größere Dosen werden maximal 1,13 Euro berechnet, die bei Rückgabe wieder erstattet werden. Durch die neue Regelung erhofft sich
die Zweirad-Industrie Reingewinne im zweistelligen Millionenbereich, da sie davon ausgeht, dass ein Großteil der Endverbraucher die leeren Dosen einfach weiterhin
in den Müll wirft, anstatt sie abzugeben. Stichtag und somit letzte Möglichkeit für die Rückgabe sämtlicher im laufenden Jahr gekauften Dosen ist der 31. Dezember.

Aprilscherze (Archivversion) - Umkehrmotor

Eine Sensation in der Motorenentwicklung gelang den Ingenieuren
von Honda. Auslöser war die zunehmende Umweltverschmutzung durch Abgase und unverbrannte Spritrückstände in der Luft – vor allem im
Bereich viel befahrener Straßen. Es müsste doch möglich sein, dachte
sich Honda, diese Moleküle zu sammeln und als Brennstoff für ein entsprechend konstruiertes Triebwerk zu verwenden. Nach 25 Jahren Forschung gelang es endlich, den so genannten Umkehrmotor zur Serien-
reife zu bringen. Von außen sieht das Fahrzeug aus wie jedes andere Motorrad, doch die Abgase werden aus der Luft durch den Auspuff aufgesogen und im Motor in Benzin und reine Luft zurückverwandelt. Auf dem Foto sehen wir einen TÜV-Mitarbeiter bei einem Testlauf auf dem Motorenprüfstand. Bislang ungelöste Probleme: Alle zwei Stunden muss der volle Tank geleert werden, außerdem funktioniert das Triebwerk im ländlichen Raum aufgrund der sauberen Umgebungsluft und somit
mangels Abgasmolekülen
nur mit großen Leistungs
einbußen oder gar nicht.

Aprilscherze (Archivversion) - Push-up-Weste

In wenigen Atemzügen
mit der Oberweite von Pamela Anderson protzen oder einen Mister Universum verdächtigen Waschbrettbauch erhalten – die Firma Gohre-Täx macht’s möglich. Die brandneue, aufblasbare Är-Vantätsch-Weste steht außer in der abgebildeten Standard-Version in je vier Damen- und Herrengrößen unterschiedlicher Figurbetonung zur Wahl. Zur Anwendung die Weste unter ein T-Shirt anziehen und über das integrierte Ventil bis zu Wunschfigur aufblasen, dann können Sie sich vieler neidischer Blicke sicher sein.
Der spezielle Schnitt der Luftkammern sorgt bei der 359 Euro teuren Är-Vantätsch je nach Modell für wesentlich mehr Oberweite bei Bikerinnen oder für exakt definierte Bauch- und Brustmuskeln bei Herren der Schöpfung.

Aprilscherze (Archivversion) - Long Vehicle

Viele Biker kennen das Problem: In regelmäßigen Abständen stellt sich
Nachwuchs ein, die Familie wird immer größer – und das geliebte Motorrad
zu klein. Die ostdeutsche Edelschmiede Pro-Family bietet jetzt die Lösung: Sie verlängert jedes Motorrad auf die benötigte Sitzplatz-Kapazität. Das
derart in die Länge gezogene Zweirad fährt sich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig – vor allem Wheelies erfordern reichlich Übung. Zum Führen des Fahrzeugs genügt der Motorradführerschein. Erst ab einer Besetzung von neun Personen (inklusive Fahrer) ist ein zusätzlicher Personenbeförderungsschein (vergleichbar dem Busführerschein) vonnöten.

Aprilscherze (Archivversion) - Häng off

Zur neuen Kollektion des schwedischen
Herstellers Jockmock gehört unter anderem die Serie »hang-loose«. Durch ihren extrem lässigen Schnitt wollen die Designer be-
sonders junge und jung gebliebene Biker
ansprechen. Bisher war es schwer, den Nachwuchs fürs Motorradfahren zu ködern – den Youngstern war die Mode einfach
zu uncool. Die legere Lederkombination mit Schritt auf Höhe der Kniekehle ist nach
Ansicht von Jockmock genau die Art Bekleidung, die bislang auf dem Markt gefehlt hat. MOTORRAD meint: konkret krass. Endlich ein Hersteller, der Mut beweist und was ganz Neues versucht – wir wünschen viel Erfolg.

Aprilscherze (Archivversion) - Pack-Wahn

Ab kommenden Spätsommer bietet das Institut für Verpackungstechnik (IfVT) Seminare für Motorradfahrer an, die ihr Fahrzeug über den Winter einmotten wollen. Institutsleiter Professor Christo wird den Teilnehmern in acht Doppelstunden alles Wissenswerte zum Thema »Einmotten« näher bringen. Der Lehrinhalt umfasst unter anderem drei Übungsstunden, in denen Motorräder nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verpackt werden, um sämtlichen äußeren Ein-
flüssen zu trotzen. Der Kurs kostet 39,95 Euro und beginnt Ende August. Mindestteilnehmerzahl: 400. Nähere Informationen unter www.ifvt-packwahn.de.

Aprilscherze (Archivversion)

l Sprayschloss
A-Bus, Hersteller von Sicherheits-
systemen, und Pflegemittel-Spezialist Dr. Wagg haben sich bei der Entwicklung eines völlig neuartigen Diebstahlschutzes zusammengetan. Das Er- gebnis nennt sich Anti-Rob, ein Schloss zum Aufsprühen. MOTORRAD hatte Gelegenheit, das Wundermittel bei einer einwöchigen Tour durch Polen zu testen. Das Ergebnis war verblüffend. Selbst an den besonders gefährdeten Plätzen in Warschau, Krakau und Danzig verschmähten die Osteuropäer das völlig unbewachte, mit Anti-Rob behandelte Testfahrzeug. Der Clou
an der Sache ist, dass Anti-Rob die Bremsscheibe (siehe Foto) und bei Bedarf auch das ganze Fahrzeug mit einer dicken Oxydschicht versieht, die den Eindruck erweckt, das Motorrad wäre in jämmerlichem, nicht fahrbereitem Zustand. Ein zum Lieferumfang gehörendes Gegenmittel (ebenfalls
zum Aufsprühen) macht den Effekt nach wenigen Sekunden Einwirkzeit rückgängig, und der Motorradbesitzer kann vor den verdutzten Passanten
mit einem völlig intakten Fahrzeug von dannen ziehen. Anti-Rob und Gegenmittel kosten zusammen 28,47 Euro und reichen für zirka 30 Anwendungen.
MOTORRAD-Urteil: sehr gut

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