Riesenhuber (Archivversion) Riesenhuber

Die Motorradhersteller überbieten sich alljährlich, was
Leistung und Hubraum ihrer neuen Modelle anbelangt. MOTORRAD hatte nun Gelegenheit, einen Kawasaki-Prototyp zu fahren, der auf der Intermot in München vorgestellt werden soll und alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt: die ZX-6000R. Ein paar Daten gefällig? Zwölf Zylinder, 60 Liter Hubraum, 585 PS, 1150 Kilogramm Leergewicht. Größtes Problem bei der Neuen ist das Einnehmen der
Sitzposition in gut zwei Meter Höhe. Einmal im Sattel, bietet sich dem Fahrer dafür eine nahezu perfekte Übersicht. Der Bolide wird nicht über die ausladenden Lenkerstummel gesteuert, sondern über eine im Tank versenkbare Apparatur direkt vor dem
Fahrer. Insgesamt konnte die ZX-6000R noch nicht ganz überzeugen, auch wenn die Fahrleistungen (0–250 km/h in 6,3 Sekunden,
389 km/h Höchstgeschwindigkeit) gigantisch ausfallen. Vor allem beim Rangieren bereitet das Monstrum große Schwierigkeiten, und der Verbrauch von minimal 65 Litern auf 100 Kilometer ist inakzeptabel – da müssen die Kawasaki-Techniker wohl noch mal ran.

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