Rollerkommando: vom Reißbrett auf die Straße. Und das, wenn möglich, massenhaft (Archivversion) Neuer Roller von Sachs: der Prototyp

»Es ist schlimm, wenn man während eines Booms Marktanteile verliert, weil der Partner nicht das richtige Produkt hat«, bedauert Sachs-Marketingchef Heinz Sittenauer. Der Import von Peugeot-Rollern macht zwar noch 60 Prozent des Umsatzes der Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik aus, aber die großen Hoffnungen der Manager erfüllten sich nicht. Verkauften die Franken 1995 noch rund 26 000 französische Roller, so waren´s letztes Jahr nur 20 000. Der Grund: Peugeot bot keinen der beliebten 125er Viertakter an, nach dem sich in Deutschland viele die Finger schlecken. Doch dieses Mal verschliefen die Nürnberger den Trend nicht: Sie entwickelten einen eigenen Roller auf Zwölf-Zoll-Rädern, für dessen Bau sie noch Partner suchen. Der Motor könnte 50 cm³, aber auch 125 cm³ und mehr haben. Einige neue Details am Prototyp sprechen für den Erfolg des Scooters: Zwei Vollvisierhelme passen unter die Sitzbank. Obendrein können Mechaniker die wichtigsten Servicearbeiten erledigen, indem sie ganz einfach eine Klappe öffnen. Und für die Besitzer gibt´s auch noch ein Gimmick: Der Benzineinfüllstützen ist von außen erreichbar. Sittenauer ist überzeugt: »Ein pfiffiges Teil.“

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote