Sachs wird von Mannesmann eventuell verkauft (Archivversion) Mannesmann und Sachs

Sachs wird sich künftig ganz aufs Automobilgeschäft konzentrieren. Diese Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Mannesmann Sachs AG, Harald Klotzbach, erregte Ende August viel Aufsehen. Denn konkret bedeutet sie, daß der Motorradfertigung in Nürnberg keine Zukunft unter dem Dach des Mannesmann Konzerns beschieden ist. Nachdem Sachs bereits den Fahrradhersteller Hercules verkaufte, die Motorenproduktion für Mopeds in Schweinfurt einstellte und jetzt auch noch die Sparte Fahrradtechnik feilbietet, bleibt nicht mehr viel übrig vom Zweiradgeschäft. Doch Vertreter der Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik mit Sitz in Nürnberg glauben fest an den Erfolg von Achtellitermaschinen wie der ZX 125. »Wir haben eine 18prozentige Umsatzsteigerung«, sagt Pressesprecher Heinz Sittenauer. »Solange wir kein Verlustbringer sind, besteht kein Handlungsbedarf.« Konkrete Pläne gebe es derzeit nicht, behauptet auch der Pressesprecher der Mannesmann Sachs-Gruppe, Detlef Reinhart. Allerdings hält er einen Verkauf der Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik, die mit 110 Millionen Mark gerade mal drei Prozent des Umsatzes der Sachs-Gruppe ausmacht, im Jahr 1998 für möglich. »Wir wollen aber niemand in eine ungewisse Zukunft entlassen. Wir suchen starke Partner.“

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