Saisonkennzeichen werden ab 1.1. 1997 eingeführt (Archivversion) Kennzeichen / Kommentar

Ab 1. Januar 1997 wird es in Deutschland Saisonkennzeichen geben. Wer etwa sein Motorrad nur vom 1. April bis 30. September bewegt, aber ganzjährig Auto fährt, kann dann sein Bike bei der Zulassungstelle lediglich für diese Monate eintragen lassen - und zwar in Fahrzeugbrief, -schein und Versicherungskarte. Beginn und Ende dieses Zeitraums - Minimum zwei ganze Monate - sind gut sichtbar auf dem Kennzeichen vermerkt. Vorteil dieser Regelung: Das Motorrad muß bei Steuer und Versicherung nicht mehr jedes Jahr an- und abgemeldet werden. Nachteil: Das spart freilich nur dann Zeit, wenn der Biker seine Saison auf Jahre hinaus festlegt. Außerdem darf die Maschine, wenn abgemeldet, nicht auf öffentlichen Straßen geparkt werden. Und wer außerhalb der Zulassungsperiode Motorrad fährt, ohne Versicherungsschutz also, muß mit 100 Mark Bußgeld und drei Punkten in Flensburg rechnen. Mit einem Wechselkennzeichen, wie es Motorradfahrer schon seit Jahren fordern, bestünde diese Gefahr nicht. Dann gäbe es nur ein Kennzeichen für alle Fahrzeuge ohne saisonale Einschränkungen.

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