Saisonvorschau Pro Superbike-DM (Archivversion) S-Klasse

Die Top-Favoriten der Pro Superbike-DM kommen aus Schweden, der Steiermark, aus Schwaben und Schottland.

Der Schwarzwald fehlt in dieser Aufzählung, leider. Denn Udo Mark, Nummer eins bei Suzuki Deutschland, wird zumindest für die ersten Rennen der Pro Superbike-DM in Zweibrücken (25./26. April) und Hockenheim (2./3. Mai) ausfallen.Konnte der Europameister bei den offiziellen Testfahrten auf dem südfranzösischen Circuit Paul Ricard auf der neuen Einspritzer-Suzuki GSX-R 750 mit schnellster Rundenzeit (1.24,06 Minuten) glänzen, war der Optimismus nur wenige Tage später vorbei. Beim Dirt Track-Training auf der Kenny Roberts-Ranch in Barcelona stürzte Mark und zog sich einen Waden- und zweifachen Schienbeinbruch rechts zu (siehe Interview Seite 229).Suzuki Deutschland-Rennleiter Jürgen Zürn reagierte sofort mit einem zusätzlichen Fahrer, ging es schließlich darum, das Einspritzer-Projekt voranzutreiben, bei dessen Entwicklung der deutsche Importeur eine Vorreiterrolle spielt. Der Schotte Brian Morrison wird die komplette Pro Superbike-DM bestreiten.Damit erhält Titelverteidiger Christer Lindholm aus Schweden einen Gegner, den er fast im eigenen Team gehabt hätte. Yamaha Deutschland hatte im Winter überlegt, Morrison als zweiten Fahrer einzusetzen. Das Ganze hätte aus den Einsparungen finanziert werden sollen, die aus dem neuen Ersatzmaschinenverbot resultieren. »Aber alles in allem war es wohl doch zu teuer«, so Lindholm, der sich als Solist nicht unwohl fühlt. Zumal seine YZF 750 massiv aufgerüstet in die neue Saison geht. Der Weg zum DM-Hattrick soll von Werksmotoren und neuesten Öhlins-Fahrwerkskomponenten geebnet werden.Ebenfalls auf Werksmaterial zurückgreifen kann Kawasaki-Vetragsfahrer Jochen Schmid. Dem schwäbischen Evergreen steht eine 1997er Werks-ZX-7RR aus Harald Eckls WM-Team zur Verfügung. Unterstützt wird Schmid von Nachwuchsmann Jonnie Ekerold aus Südafrika, der auf einer neuen Kit-Kawasaki für das schweizerische Emil Weber-Team fahren wird.Noch kleiner, aber auch feiner als im Vorjahr kommt das Ducati-Team von Andreas Meklau daher. Nur der Held der Steiermark selbst und Techniker Charly Putz bilden das Team, das im Kleintransporter anreist. In dem aber steht ein Juwel: eine brandneue Ducati 996 SPS mit Öhlins-Fahrwerk und, wie sonst nur die WM-Topfahrer, dem neuen Motor mit drei Einspritzdüsen pro Zylinder.Noch bedeckt hielt sich das Thiede Power-Honda-Team. Die innovative Mannschaft um den reaktivierten Schweizer Roger Kellenberger und ihre High-Tech-Honda RC 45 fehlte bei den Tests in Frankreich, wird aber wie alle anderen in Zweibrücken am Start stehen.

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