Sand verhindert Lüthi-Sieg (Archivversion) Sand verhindert Lüthi-Sieg

Im 125er-Rennen hätte es mit Thomas Lüthi einen deutschsprachigen Sieger geben können.

Drei deutsche Piloten hatten sich in der Startaufstellung des ersten 125-cm3-WM-Laufs 2005 eingefunden: Neuling Sandro Cortese auf Platz 21, Dario
Giuseppetti, im zweiten Jahr dabei, als 31. und GP-Einsteiger Sascha Hommel als Drittletzter auf Rang 37. Wobei Cortese mit seiner Leistung als Einziger einigermaßen zufrieden sein konnte: »Für das erste Rennen okay«, meinte der Schwabe italienischer Abstammung.
Platz 20 nach dem Rennen war folgerichtig zufrieden stellend: »Ich habe den Start verhauen, dann aber wieder ganz gut aufgeholt.« Dabei profitierte er natürlich von insgesamt 14 Ausfällen, zu denen leider auch Giuseppetti zählte – der stürzte in Runde 17, nachdem er von Hommel bereits überholt worden war. Unterdessen hatte sich Hommel am Ende des Felds darauf
eingestellt, lieber ohne Sturz ins Ziel zu
fahren, als zu viel zu riskieren. »Einmal habe ich einen Windstoß abbekommen, da wäre
ich fast gestürzt. Ich bin danach vorsichtiger geworden.« Letztlich reichte es zum 24. und vorletzten Platz. Hommel: »Das Motorrad und ich harmonieren noch nicht so richtig – das muss sich jetzt entwickeln.«
Die Show des Rennens zog aus deutscher Sicht Thomas Lüthi ab – erstens, weil der Schweizer deutsch spricht und zweitens, weil seine Honda das Werk der deutschen GP-Techniker-Legende Sepp Schlögl ist. Als Zweiter vom Start weggekommen, übernahm Lüthi in Runde drei die Führung einer heißen, teilweise sieben Mann starken Fahrergruppe. In Runde neun fiel er zwar nach einer rüden Attacke zunächst zurück, eroberte die Spitze aber fünf Runden später wieder, bevor er ausrollte. »Der Sand in der Luft ist bis in den Motor gelangt und hat die Beschichtung der Zylinderwand angegriffen. Das hat zu einem Kolbenklemmer geführt«, berichtete Schlögl. Lüthi grämte sich ebenfalls: »Aufs Treppchen wäre ich bestimmt gefahren«, erklärte er viel sagend.
Spannend blieb bis zum Schluss der Kampf hinter Sieger Marco Simoncelli um Rang zwei, den Mika Kallio erst in der letzten Kurve für KTM sichern konnte. fk

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