Schadstoffgrenzwerte für Motorräder: Pläne der EU (Archivversion) Neue Fahrzyklen

Schadstoffgrenzwerte für Motorräder


Euro 1
Euro 2 (geplant)
Euro 3 (geplant)

Gültig ab
Derzeit gültig
1.1.2003
1.1.2006

Meßverfahren
EC 40.01
EC 40.01
PKW-Fahrzyklus 98/69 EG oder neuer WMTC-Zyklus

Kohlenmonoxid (CO)
13,0 g/km
5,5 g/km
2,0 g/km

Kohlenwasserstoffe (HC)
3,0 g/km
1,2 g/km
0,3 g/km

Stickoxide (Nox)
0,3 g/km
0,3 g/km
0,1 g/km


Bislang werden die Schadstoffe von Motorrädern nach dem ECE 40.01-Verfahren gemessen (unten, blau unterlegt). Dieser Messung nach Euro 1 ist eine Warmlaufphase vorgeschaltet, die eigentliche Probeentnehme erfolgt nur in der zweiten Hälfte des insgesamt 13 Minuten dauernden Prüfstandlaufs. Die Abgase werden mit Luft verdünnt, um einen konstanten Volumenstrom des Gemisches zu erhalten. Dem Abgas-Luft-Gemisch werden Proben mit konstant bleibender Durchflussmenge entnommen und in einem Beutel aufgefangen, um die Konzentration von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoff und Stickoxiden zu messen.Anders der so genannte NEFZ-Fahrzyklus, wie er für Pkw nach Euro-3-Norm verwendet wird. Hier wird bereits ab Motorstart ohne Warmlaufphase gemessen und eine zweiter so genannter außerstädtischer Fahrzyklus angehängt. Wegen der höheren Geschwindigkeiten und wegen des Kalststarts entstehen mehr Schadstoffe als beim ECE 40.01-Zyklus. Der jetzt ebenfalls für Euro 3 vorgeschlagene WMTC (siehe unten) enthält während 1800 Sekunden Prüfstandlauf drei Phasen: den innerstädtischen Zyklus bis 60 km/h, den Überlandzyklus bis 100 km/h und den Autobahnzyklus mit Geschwindigkeiten bis 120 km/h. Insgesamt enthält er wesentlich mehr Bechleunigungsanteile, die für mehr Schadstoffe sorgen dürften.

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