Schau mal: Hillclimbing-Technik (Archivversion) Schau mal: Hillclimbing-Technik

Wenig Regeln, eindeutige Aufgabenstellung, eine relativ amateurhafte Szene und viel Fantasie lassen die französische Hillclimbing-Liga zu einem Refugium freizügiger technischer Lösungen werden. Während die Mehrzahl der Klettergeräte allerdings in jedem Rat Bike-Wettbewerb eine gute Figur machen würden, bestätigt die Ausnahme die Regel. Den Beau unter den Steilhangflitzern stellt die Gas Gas von Didier Arzalde aus Chambéry dar. Zwei 250-cm³-Enduro-Motoren des spanischen Herstellers installierte der Trial-Maschinen-Händler blitzsauber in einen verlängerten und verstärkten Originial-Rahmen. Nur theoretisch sinnvoll zeigt sich der per Hydraulikmotor realisierte Vorderradantrieb an der Maschine von Xavier Boutiton. Die eindeutig verbesserte Kletterfähigkeit wird - laut Besitzer - von einem unruhigen Fahrverhalten beeinträchtigt. Sobald das Vorderrad nicht exakt in Fahrtrichtung zeigt, bringt das angetriebene Vorderrad die Maschine ins Wanken.Weniger kann auch mehr sein: Um Baubreite zu sparen, rücken einige Kletterkünstler ihrem Vierzylinder einfach, aber unschön per Flex zu Leibe. Der neu geschaffene Dreizylinder bietet mit etwa 90 PS immer noch genügend Leistung für jeden Auftrieb.Dass jedes dieser PS in Vortrieb umgesetzt wird, dafür sorgen auch eigenwillige Profilgestaltungen. Bis zu 75 Schrauben krallen sich pro Radumdrehung in den Untergrund. In welchem Reifen die Spikes stecken, bleibt Geschmackssache. Favoriten sind derzeit abgefahrene Geländewagen-Reifen. Out sind definitiv Dragster-Pneus. Den zu weichen Reifen beschriftete ein ungenannter gallischer Klettermax weithin sichtbar auf der Reifenflanke: Pneu de merde, Sch...reifen.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote