Schlögl-Power (Archivversion)

Es tut sich was in der kleinsten Grand-Prix-Klasse. Lukas Pesek siegte erstmals in seiner Karriere, Esteve Rabat gab sein Debüt auf dem Podest.

Drei Siege für Aprilia, jetzt in Shanghai der erste Triumph für den tschechischen Derbi-Piloten Lukas Pesek: Bislang ist die Meisterschaft der 125er-Klasse fest in der Hand der europäischen Hersteller. Und ein Podestplatz der einst so dominierenden Marke Honda fast schon eine Sensation. Vor allem, wenn der Erfolg auch noch in einem Nachwuchsteam gefeiert wird – jenem Repsol-Honda-Rennstall, in dem zu Jahresbeginn Stefan Bradl unter Vertrag stand. Für den Bayern, der während der Vorsaisontests kündigte und jetzt in der spanischen Meisterschaft Gas gibt, sprang der bisher weithin unbekannte Spanier Esteve Rabat ein – und überraschte n Shanghai mit einem grandios gegen einen riesigen Pulk herausgefahrenen dritten Platz. In diesem Haufen fuhr auch der österreichische Derbi-Pilot Michi Ranseder, nach seiner Entlassung bei KTM Ende 2006 in erstaunlicher Top-Form, als toller Siebter mit. Und Rabats Teamkollege Bradley Smith als Achter. Ein Beweis, dass die Schlögl-Power selbst in Zeiten, in denen Honda die Weiterentwicklung der Zweitaktmaschinen so gut wie beendet hat, für Durchschlagskraft sorgen kann. Sepp Schlögl, die bayerische Technik-Legende, ist bei Rabat und Smith nämlich für Tuning und Abstimmung verantwortlich. »Er ist auf seinem Gebiet der Beste«, ist Teamchef Alberto Puig überzeugt. Fk

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