Semsch, Hartmut: Porträt (Archivversion) Der Orthesen-Mann

Oberarzt Dr. Jochen Richter von der Orthopädischen Klinik Markgröningen schaut gern bei Hartmut Semsch vorbei. Denn Richter ist Spezialist für Kreuzbandoperationen und wie Semsch überzeugter Endurist. »Ich kann einem Motorradfahrer nach der Operation nicht empfehlen: Fangen Sie mit dem Synchronschwimmen an.« Richter rät da lieber zur Orthese, die’s malträtierte Knie beim Motorradeln stabilisiert. Aber es sollte, meint Richter, zumal wenn die Kasse zahlt, schon ein Hightech-Gerät von Semsch sein: mit Titan-Gelenken verbundene Ober- und Unterschenkelschalen aus Kohlefaser, die so exakt an jedes Bein angepasst werden, dass der individuelle Kniedrehpunkt mit dem mechanischen exakt übereinstimmt. Preis: 1500 Euro. Seit es möglich ist, Orthesen so exakt zu konstruieren – und da hat Semsch eine Pionierrolle gespielt –, empfehlen sich diese Schienen auch zur Prävention. Anders als bei den Geräten von der Stange behindern sie den Muskelaufbau nicht. Solch prophylaktische Konstruktionen bietet Semsch auch in einer preisgünstigen Kunststoffausführung für 800 Euro an. Ihr Clou: Das Material verformt sich bei Wärme, wird danach aber richtig fest. Sollte sich das Knie verändern, wächst die Orthese unterm Heizstrahler mit. Infos unter www.ortema.de

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