Service-Lexikon (Archivversion) Kauderwelsch

Fachbegriffe wie CoolMax, Kevlar, PTFE oder Rear-Rack lassen den Kauf von Motorradbekleidung, Helmen und Zubehör immer mehr zum Ratespiel in Materialkunde ausarten. MOTORRAD erklärt die gebräuchlichsten Begriffe.

BekleidungAirdura 100 Prozent Polyamid (PA); Lufteinschlüsse in der Faser sorgen für Temperaturregulierung (kühlen im Sommer und wärmen im Winter); formbeständig auch nach mehreren WäschenAnilin-Leder sehr teures Leder von ausgesuchter Qualität; mit Farbe durchtränkt, die Fehler und Risse sichtbar machen würde; wachsiger Griff und matte OberflächeClarino japanisches Kunstleder, für Schuhe geeignet CoolMax schweißabsorbierendes Futtermaterial aus Polyester (PES) von DuPontCordura äußerst festes Nylongarn aus 100 Prozent Polyamid; hohe Reiß- und Abriebfestigkeit (viermal so stark wie herkömmliches Nylon); minimaler Verschleiß; leicht raue Oberfläche; nahezu wasserdicht; nimmt nur zirka vier Prozent des Eigengewichts an Wasser auf; atmungsaktiv; eingetragenes Warenzeichen von DuPont»D« Maßeinheit Dernier; Gewicht einer Textilfaser, gemessen in Gramm pro 9000 Meter; meist in 300er- oder 500er-Stärke, an sturzgefährdeten Stellen auch 1000 DDuPont Schweizer Textilfirma, die unter anderem die Marken CoolMax und Cordura herstellt drumdyed Glattleder wird in großen Trommeln mit Anilinfarbstoffen bearbeitet und dadurch gleichzeitig gefärbt und weicher gemacht. Farbstoffe sind durchscheinend, daher wird Narbenstruktur nicht verdeckt, und bei hellem Leder werden Oberflächenbeschädigungen sichtbarDynatec mehrlagiges Gewebe des Herstellers Schoeller; Mischung aus Cordura und anderen Kunstfasern; hoch abrieb- und reißfest sowie atmungsaktivGore-Tex Membran mit Mikroporen aus 100 Prozent Polytetrafluorethylen (PTFE, Teflon); winddicht, wasserdicht, atmungsaktivHipora 100 Prozent Polyurethan (PU); atmungsaktive und wasserdichte Mebran hydrophobieren Leder wird durch eine spezielle, schonende Behandlung wasserabweisend imprägniert und behält trotzdem seine natürliche Atmungsaktivität Keprotec Mischung aus verschiedenen, extrem reiß- und abriebfesten Fasertypen wie Kevlar (höchster Anteil), Cordura und anderen KunstfasernKevlar Aramidfaser; Produkt aus der Raumfahrt; sehr durchdringungs- und abriebfest; extrem belastbar; schwierig und zeitaufwendig in der Verarbeitung; sehr leicht; UV-empfindlich; extrem gute Dehnungseigenschaften; unter anderem bei Bekleidung und Helmaußenschalen eingesetztLorica Lederimitatstoff; wasserabweisend imprägniert; abrieb- und reißfestMVTR Wasserdampfdurchlässigkeit einer Membran (Atmungsaktivität); dieser Wert bezeichnet die Wassermenge in Milliliter, die innerhalb von 24 Stunden einen Quadratmeter der Membran passiertOxford-Nylon Nylon aus 100 Prozent Polyamid; spezielles Webverfahren; niedriges Gewicht und hohe Strapazierfähigkeit; in Kombination mit einer Mebran bestens für Regen- und Thermokleidung geeignetPA Polyamid; Kunstfaser; nimmt vier Prozent des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf; reiß- und scheuerfest; verwendbar als AußenmaterialPES Polyester; nimmt nur ein Prozent seines Eigengewichts an Feuchtigkeit auf; strapazierfähig; Einsatz als Außenmaterial, Futter und ReißverschlussPP Polypropylen; Kunstfaser; nimmt keine Feuchtigkeit auf; 40 Prozent leichter als Baumwolle; FunktionsunterwäschePTFE Polytetrafluorethylen = TeflonPU Polyurethan; Kunststoff; verwendbar als Beschichtungsmittel, elastische Faser und antiallergisches Füllmaterial Pittards spezielles Leder aus einer gleichnamigen Firma in Yeoville, England Porelle elastische Membran aus Polyurethan; für Handschuhe geeignetRipstop spezielles Webverfahren, bei dem nach einer Beschädigung (beispielsweise Riss) das Gewebe nicht weiterreißt Scotchlite von 3M hergestelltes, reflektierendes Material aus 35 Prozent Baumwolle und 65 Prozent Polyester; Reflektorstreifen bestehen aus metallisch bedampften Glaskugeln Spandex Elastan-Fasern aus mindestens 85 Prozent Polyurethan; Mischung aus harten und weichen Gewebeteilen, dadurch hohe Dehnbarkeit bei großer Formtreue; geringe Reibfestigkeit, daher meist in Verbindung mit anderen Fasern verwendetSublimierte Logos ein- oder mehrfarbige Vorlagen werden mittels Thermodruck und einer Presse auf Textilien aufgebracht – so genanntes Sublifix-Verfahren; besonders geeignet: Polyester mit einer Beimischung von NaturfasernSympatex Konkurrenzprodukt zu Gore-Tex; porenlose Membran aus PolyesterThinsulate mikrofeines, also leichtes und dünnes Isolationsvlies aus 65 Prozent Polypropylen und 35 Prozent Polyester; wärmende Füllung zwischen Außenmaterial und Futterstoff; praktisch keine Feuchtigkeitsaufnahme; hoch atmungsaktivTri-Mesh-Netzeinsätze Innenfutter aus 100 Prozent Polyester, netzartig gewobenZ-Liner zwischen Innenfutter und Außenmaterial angebrachte Membrane; teilweise durch Reißverschluss entfernbar HelmeGFK Glasfaserverstärkter Kunststoff (Laminat); duroplastisches VerfahrenHead Cap minimalistische Kopfbedeckung, die nur bis zu den Ohren reicht; ohne Visier; kein ECE-StandardInklinationsverstellung Vorrichtung zur Verstellung des Schirms/der Sichtblende bei Cross-Helmen sanitized patentiertes Verfahren, um beispielsweise Helminnenfutter vor Geruch, Pilzen und Bakterien zu schützen; antiallergische und frischeerhaltende FunktionLexan Polycarbonat; hohe Zähigkeit und Temperaturbeständigkeit (-150 Grad bis +135 Grad Celsius); hohe Oberflächenhärte und Schlagenergieaufnahme; Alterung möglich; empfindlich gegenüber Lacken, Klebstoffen, Lösungsmitteln und Benzin; gehört zur Gruppe der Thermoplaste; weitere Beispiele: Antracol, Makroblend, Makrolon, ML 3400Nasenspoiler demontierbares Bauteil im Inneren des Helms, das die Atemluft nach unten ableitet, um Visierbeschlagen zu verhindernRonfalin Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS); hohe Schlagzähigkeit auch bei niederen Temperaturen; gute Schalldämpfung; schlechtes Alterungsverhalten; gehört zur Gruppe der Thermoplaste; weitere Beispiele: IMAC, Novodur, Telloran, Urtal Polyamid (Nylon)Sphärisches Visier breiterer Blickwinkel durch spezielle Form des VisiersZubehörApside von der Außenhülle abgedeckter Zeltvorbau; ideal für Gepäck und Schuhe, meist ohne BodenWassersäule Maß für die Qualität/Wasserdichtigkeit der Beschichtung; über zehn Quadratzentimeter gespanntem Stoff wird ein Messzylinder mit Wasser gefüllt; der Grenzwert, bei dem das Wasser beginnt, sich tröpfchenweise durch das Material zu drücken, bezeichnet die Wassersäule; je höher die Wassersäule, desto dichter das ZeltABE Allgemeine Betriebserlaubnis; schriftliche Erlaubnis des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zum Anbau eines bestimmten Gegenstands an ein bestimmtes Kraftfahrzeug Bugspoiler unterhalb des Motors und teilweise um die Krümmer herum montiertes VerkleidungsteilDüsenreibahlen bohrerähnliches Werkzeug mit Schneiden am Umfang, für die Vergaserabstimmung bei Änderungen an Auspuff, Luftfilter oder bei MotortuningExzenter zylindrisches Bauteil mit außermittiger Achse oder Bohrung, dessen Prinzip zum Beispiel für Kettenspanner verwendet wird; die Achse wandert dabei nicht nur in Längsrichtung, sondern auch in der HöheFishtail Endschalldämpfer in FischschwanzformFloater sorgen für radiale Bewegung und ungehinderte Ausdehnung bei schwimmend gelagerten Bremsscheiben G-Pack elektronisches Modul, das das Leistungsverhalten des Motors, vor allem während der Beschleunigungsphasen, verbessern soll. Nur für den Rennsport erlaubtKabelschuh bestimmte Form von Kabelverbindern; besteht aus zwei Teilen, die an zu verbindende Kabelenden angequetscht und dann ineinander gesteckt werdenKonifizierter Lenker sich von innen nach außen verjüngender LenkerKotflügelreling Zierleiste um das Schutzblech; meist verchromt; dient der Optik und dem LackschutzX-Ring-Kette im Gegensatz zur O-Ring-Kette haben hier die Dichtringe einen x-förmigen Querschnitt, um das werksseitig eingefüllte Schmiermittel besser in den einzelnen Kettengliedern zu halten Pack-It-Kompressor luftdichter Kunststoffsack mit Ventil; Kleidungsstück reinlegen, Sack verschließen, Luft per Ventil aus Sack pressen; das Packvolumen verringert sich so um bis zu 80 ProzentPre-Load-Adjuster-Set Verstellmöglichkeit für die Federvorspannung, ohne die Gabel zu zerlegenRear-Rack kleiner Gepäckträger, der bei Choppern auf dem Kotflügel hinter dem Soziussitz montiert wird, Beifahrer-Rack: anstatt des Soziussitzes montierter GepäckgrillRiser knochenförmige Adapter, die zum Höherlegen des Lenkers auf die Gabelbrücke geschraubt werden Schrumpfschlauch Gummischlauch, der sich durch Hitze von Feuerzeug oder Föhn zusammenzieht; sinnvoller Feuchtigkeitsschutz nach Reparaturen an Kabelverbindungen, um sie vor Nässe zu schützenSitzkeile Zubehörteil für Sportmaschinen, entweder anstatt oder über dem Soziussitz zu montieren; sorgt für sportlicheres Aussehen der MaschineSoffitten längliche Lampen; meist fürs RücklichtTank Pad dünner Schutzprotektor, meist aus Kunststoff oder Karbon, der auf den Tank geklebt wird, um diesen vor Kratzern zu schützenVOX-Funktion Einrichtung bei Gegensprechanlagen (Voice Operating X-Ray); das (Funk-)Gerät schaltet automatisch auf Sendebetrieb, wenn der Fahrer zu sprechen beginnt; Ansprechschwelle individuell einstellbar; im Gegensatz dazu PTT (push to talk): zum Sprechen muss eine Sendetaste gedrückt werden Wingledges seitlich am Beinschild von Rollern angebrachte Schützer

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