SERVICE SPEZIAL GEBRAUCHTKAUF (Archivversion)

ÜBERSICHT GEBRAUCHTKAUF

Was sich in den letzten Jahren auf dem Gebrauchtmotorrad-Markt abgespielt hat, erläutert MOTORRAD am Beispiel einiger Zahlen und Diagramme. Soviel sei verraten: Gebrauchte sind nach wie vor gefragt.

Gründe, weshalb sich Motorradfahrer für eine Gebrauchte entscheiden, gibt es viele. Zweifellos ist die finanzielle Ersparnis gegenüber einem Neukauf das häufigste Argument. Immerhin verlieren Motorräder je nach Modell im ersten Jahr bis zu 25 Prozent und mehr an Wert. Das so gesparte Geld lässt sich anderweitig sinnvoll einsetzen – beispielsweise für funktionelle Motorradbekleidung.Ein weiterer Grund für die zunehmende Bedeutung des Gebrauchtmarkts liegt darin, dass die Fertigungsqualität immer besser wird. Vor 20, 30 Jahren erreichten nur ganz wenige Motorräder ohne größere Schäden die 50000-Kilometer-Marke. In der heutigen Zeit überstehen sogar etliche Modelle die doppelte Distanz ohne die geringsten Vorkommnisse. Das Vertrauen in Gebrauchtfahrzeuge hat ganz einfach zugenommen – zu Recht. Auch Zweiräder aus zweiter und dritter Hand sind kein Grund, vor einem Kauf zurückzuschrecken. Wer sich vorab über Stärken und Schwächen von in Frage kommenden Modelle informieren möchte, der findet in den beliebten MOTORRAD-Gebrauchtkäufen (siehe Liste rechts) viele nützliche Tipps.
Anzeige

Gebrauchtmarkt: Analyse (Archivversion) - HUBRAUMKLASSEN

Quelle: KBA
Die Verteilung der Besitzumschreibungen auf die einzelnen Hubraumklassen in den Jahren 1997 bis 1999 zeigt, dass die Motorräder mit 500 bis 749 cm3 deutlich über 40 Prozent des Gesamtmarkts stellen. Es folgt die Klasse ab 750 cm3, die im Verlauf der drei betrachteten Jahre immerhin rund fünf Prozent Zuwachs verzeichnet – größere und stärkere Maschinen steigen offenbar in der Käufergunst. Knapp 58000 Umschreibungen 1999 weist die Klasse 250 bis 499 cm3 auf – Tendenz fallend. Nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt stellen die beiden kleinsten Klassen - Tendenz stark fallend.

Gebrauchtmarkt: Analyse (Archivversion) - GEBRAUCHTKÄUFER-ALTER

Quelle: KBA
Wie in der Statistik zu sehen, gehören die meisten Gebrauchtkäufer der Altersgruppe der 25- bis 40-Jährigen an. Das liegt einerseits an der Altersverteilung der Bevölkerung – da ist diese Gruppe zahlenmäßig sehr stark vertreten -, andererseits an der finanziellen Kaufkraft in dieser Altersklasse. Während bei den unter 35-Jährigen die Umschreibungszahlen in den vergangenen Jahren teilweise deutlich zurückgehen, steigen sie in den Altersgruppen darüber, vor allem bei den 35 bis 40-Jährigen an. Die Jugendlichen haben offenbar noch andere Hobbies für sich entdeckt, in die sie investieren.

Gebrauchtmarkt: Analyse (Archivversion) - MOTORRAD-GESAMTBESTAND

Quelle: KBA
Welch ein Anblick: der Motorradbestand in Deutschland seit 1974. Ginge es an der Börse ähnlich steil bergauf, würden sich die Aktionäre freuen. Die Bestandszahlen beziehen sich übrigens nur auf angemeldete und vorübergehend abgemeldete Fahrzeuge. Die vielen tausend stillgelegten Motorräder, die ihr Dasein in Garagen und Kellern fristen, werden nicht vom KBA erfasst. Der etwas steilere Anstieg Anfang der 1990er Jahre liegt an den ab diesem Zeitraum auch für die neuen Bundesländer erfassten Zulassungszahlen. Eines zeigt die Bestandskurve deutlich: Für den Gebrauchtmarkt gibt es reichlich »Material«.

Gebrauchtmarkt: Analyse (Archivversion) - UMSCHREIBUNGEN/NEUZULASSUNGEN

Quelle: KBA
Nicht annähernd so konstant wie der Gesamtbestand verlaufen die Kurven des Neu- und Gebrauchtmarkts. Der markante Einbruch an Neuzulassungen zu Beginn der 80er Jahre, der etwa ein Jahrzehnt andauerte, spiegelt sich auch im Gebrauchtmarkt wieder, der ebenfalls leicht rückläufige Zahlen vermeldete. Seit 1993 hat sich der Markt auf hohem Niveau bei rund 350000 Besitzumschreibungen pro Jahr eingependelt. Anders ausgedrückt: Etwa jedes achte Motorrad wechselt im Lauf eines Jahres seinen Besitzer.

Gebrauchtmarkt: Analyse (Archivversion) - GEBRAUCHTKAUF-JAHRESVERTEILUNG

Quelle: KBA, Flensburg
Die Besitzumschreibungen auf die einzelnen Monate eines Jahres verteilt, zeigen von 1997 bis 1999 annähernd den gleichen Verlauf. Im März explodieren die Zahlen geradezu, um dann kontinuierlich bis zum umsatzschwächsten Monat Dezember abzufallen. Dieser auffällige Verlauf liegt einerseits am steigenden Kaufinteresse während der Frühjahrsmonate, andererseits aber schlicht und einfach daran, dass auch über den Winter gekaufte Fahrzeuge meist erst im Frühjahr angemeldet werden und somit nur zu diesem Zeitpunkt vom KBA in Flensburg erfasst werden können.

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote