Sind Motorräder zu teuer? (Archivversion) sind<br /><br /> Motorräder <br /><br /> zu teuer?

Wenn jemand eine Ware verkaufen will, dann müssen Preis und Attraktivität stimmen. Ob es um Äpfel, Birnen oder Motorräder geht. Nachdem nun auch 2006
die Zulassungszahlen von Neumaschinen zurückgehen, müssen sich die Anbieter also fragen: Woran liegt das? Zumal gebrauchte Maschinen nach wie vor in Massen gehandelt werden.
Sind neue Motorräder nicht attraktiv genug? Ich sage: Nein, das kann es nicht sein. Wohl weisen die Modellpaletten der
Hersteller hier und da Lücken auf, aber grundsätzlich werden genug tolle Maschinen angeboten.
Sind neue Motorräder zu teuer? Eindeutig ja! Zwar geben sich manche Hersteller inzwischen wieder mehr Mühe, das ein oder andere günstige Modell auf den Markt zu bringen. Doch wer für eine 600er-Sportmaschine 11300 Euro oder für einen 800er-Twin mit ABS über 9000 Euro aufruft, tut sich eben schwer.
Verständlich ist mir diese Preisentwicklung insbesondere bei den japanischen Marken nicht. Bekam man für einen Euro im
Jahr 2001 gerade mal 90 Yen, sind es heute über 140. Japanische Waren müssten folglich um viele Prozent billiger geworden sein.
Sind sie aber nicht. Zumindest bei Motorrädern ist das Gegenteil der Fall. Die Maschinen der großen vier wurden in den letzten
fünf Jahren in der Regel viel teurer.
Ein Blick in die andere Richtung auf dem Globus zeigt,
was preislich drin wäre. In den Vereinigten Staaten, wo der Markt
seit Jahren boomt, haben die selben Motorradmodelle ein
ganz anderes Preisniveau. Obige sportliche 600er gibt’s in den USA für 9499 Dollar plus Steuer. Das sind nach derzeitigem
Kurs rund 7700 Euro. Mit 16 Prozent Mehrwertsteuer ergäben sich für ein und dasselbe Motorrad ziemlich genau 9000 Euro. Noch Fragen?

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