Sitzkomfort Fahrer

Bequem wie Omas Sofa oder bretthart wie eine Bierbank - über das, was eine komfortable Sitzposition auf dem Motorrad ist, gehen die Meinungen weit auseinander. Gattungsspezifisch bedingt sind die ergonomischen Voraussetzungen extrem unterschiedlich. Auf einem Sportler ist der Fahrer zwangsläufig völlig anders untergebracht als auf Enduro, Streetfighter oder Chopper. Das wirkt sich im Alltagsbetrieb - und allein der ist für die 1000-Punkte-Wertung maßgebend - ganz unterschiedlich aus. Wer auf einem Supersportler permanent den Bückling machen muss, wird damit abseits der Rennpiste wohl kaum glücklich. Und wer sich auf einem Chopper nach dem ausladenden Hirschgeweih-Lenker strecken muss, steuert meist schon nach kurzer Fahrzeit den erstbesten Parkplatz für eine Pause an. Neben den grundsätzlichen ergonomischen Gegebenheiten, also der Position von Rasten, Sitz und Lenker, spielen auch Kleinigkeiten eine Rolle. Die Sitzbank muss gut gepolstert sei, soll keine störenden Kanten haben, und der Übergang zum Tank darf nicht mit den Schenkeln kollidieren. Interessanterweise bemängeln die MOTORRAD-Tester mindestens ebenso häufig eine zu weiche Sitzbank wie eine zu harte. Weit abgespreizte Beine, schlechter Knieschluss oder asymmetrische Sitzhaltung sind weitere Kritikpunkte. Wie üblich beurteilen auch dieses Kriterium Tester unterschiedlicher Statur.

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