Sixdays in Italien (Archivversion) Schlechte Gastgeber

Die Italiener räumten bei den Sixdays kräftig ab

Erwartungsgemäß siegten die gastgebenden Italiener bei der Mannschafts-WM der Enduro-Fahrer, den Sixdays, in fast allen Kategorien. Die Azzuri triumphierten nicht nur mit dem Nationalteam, das die Trophy-Wertung gewann, sondern waren auch in der Junior-Trophy für Fahrer bis 23 Jahre sowie bei den Clubmannschaften und den Fabrikteams erfolgreich. Einzig der Finne Kari Tiainen konnte als Klassensieger der großen Viertakter in die Phalanx der Lokalmatadoren eindringen.Die deutschen Teams hatten in Lumezzane bei Brescia nicht viel auszurichten: Platz acht in der Trophy und Rang sechs bei den Junioren. Achtungserfolge gab es allerdings für Nico Klaus und Dirk von Zitzewitz, die in der Einzelwertung der Klasse 400-Viertakt die Plätze vier und fünf belegten. Immerhin kamen von den 31 deutschen Piloten mit einer Ausnahme alle durch: Andy Kramer hatte sich bei einem Sturz den linken Arm verletzt. An den sechs Tagen waren mehr als 1200 Kilometer zu bewältigen. Entgegen den Erwartungen entwickelte sich der Wettbewerb aber nicht zur materialmordenden Tortur, sondern die von Beginn an führenden Italiener waren sorgsam bedacht, alles zu verhindern, was ihre Fahrer in Schwierigkeiten gebracht hätte. So wurden sehr frühzeitig schwierige Geländepassagen umgeleitet. Grund dafür war auch das Wetter, das den Akteuren fast täglich einen Wolkenbruch bescherte. Harmlose Bäche verwandelten sich deshalb zuweilen in reißende Flüsse.Bei der abschließenden Moto Cross-Prüfung war das Stadion von Galaedo bis zum letzten Platz gefüllt. Rund 15 000 Fans, die über fünf Tage für ein Chaos auf den Straßen gesorgt hatten, wollten ihre Helden natürlich auch beim Finale sehen.

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