Spezial: Motoröl (Archivversion) Viskosität

Das Maß für die Zähflüssigkeit eines Öls

Unter Viskosität versteht man die Eigenschaft einer Flüssigkeit, ihrer Verformung einen Widerstand entgegenzusetzen. Der Verformungswiderstand ist bei dünnflüssigem Öl (niedrige Viskosität) gering, bei zähflüssigem Öl (hohe Viskosität) hingegen groß. Allerdings ändert sich die Viskosität eines Öls mit der Temperatur: Bei Erwärmung nimmt sie ab, bei fallender Temperatur nimmt sie zu.In der Praxis wird jedoch ein Öl benötigt, dessen Viskosität von Temperaturänderungen nur wenig beeinflusst wird. Schließlich soll es sowohl beim Kaltstart bei sehr niedrigen Temperaturen eine rasche Durchölung ermöglichen, als auch bei größter Hitze noch über eine ausreichende Schmiersicherheit verfügen. In diesem Punkt sind die synthetischen Öle mit ihrer natürlichen Mehrbereichscharakteristik den mineralischen Grundölen überlegen, da sie bereits ohne Zugabe von Additiven deutlich temperaturstabiler sind.Sie eignen sich daher besonders gut für Hochleistungsöle, die mehrere Viskositätsbereiche – eingeteilt in SAE-Klassen - abdecken sollen.SAE 0W (W bedeutet »Winter«) ist derzeit die dünnflüssigste Sorte für den Einsatz in Motoren, SAE 60 die dickflüssigste. Das Kürzel SAE 10W-40 kennzeichnet ein Mehrbereichsöl, das sich bei Kälte wie ein SAE 10W verhält und bei hohen Temperaturen wie ein SAE 40.

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