Sport compact (Archivversion) Interview mit Alex Hofmann - Intensiv-Programm

Der bisher einzige deutsche MotoGP-Fahrer Alex Hofmann soll nun als neuer Werkstestfahrer bei Aprilia das neue Superbike zur Rennreife bringen.

Alex Hofmann, nach erster Kontaktaufnahme im Herbst 2007 steigen Sie jetzt ernsthaft als offizieller Testfahrer in das Aprilia-Superbike-Projekt ein. Was bedeutet das?
Meine Aufgabe ist es, zusammen mit der Aprilia-Rennabteilung das neue 1000er-V4-Superbike zur Rennreife zu bringen. Wir werden monatlich zwei- bis dreimal testen, natürlich schwerpunktmäßig auf Strecken, die auch im Superbike-WM-Kalender stehen. Wir haben also ein intensives Programm. Nach momentaner Planung sind auch Wild-Card-Starts gegen Ende der Superbike-WM-Saison vorgesehen, vielleicht im September in Vallelunga. Im Vordergrund steht allerdings, mit Beginn der

Weltmeisterschaftssaison 2009 ein konkurrenzfähiges Superbike an den Start zu stellen.
Mit Alex Hofmann als Fahrer?
Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, ja. So steht’s jedenfalls in den Verträgen.

2008 wird für Sie ein Jahr mit offensichtlich sehr viel Arbeit, aber sozusagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit nur wenigen Wettbewerben. Wie kommen Sie als Rennfahrer mit dieser Aufgabenstellung klar?
Ich habe schon in meinen letzten beiden MotoGP-Jahren gemerkt, wie schwer es werden kann, wenn das Material und das Gesamtpaket nicht stimmen, und wie dabei auch der Spaß am Fahren verloren gehen kann. Daher sehe ich in der neuen Situation im Vergleich keine Verschlechterung für mich. Im Gegenteil, ich kann jetzt davon ausgehen, dass das Aprilia-Superbike, wie wir es für 2009 an den Start bringen werden, ziemlich genau dem entspricht, was ich mir unter einem Renn­motorrad vorstelle.

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