Sport compact (Archivversion)

Supermoto-WM-Finale in Megara/GR - HUSKY-Doppel

Die Titelfavoriten standen vor den beiden Finalrennen der Supermoto-Weltmeisterschaft in Griechenland fest: Adrien Chareyre war mit 27 Punkten Vorsprung als Führender der S1-Kategorie in die Hafenstadt Megara am Saronischen Golf gereist, Gerald Delepine als Spitzenreiter der S2-Kategorie, allerdings nur mit einem mageren Fünf-Punkte-Polster. Damit war zumindest in den beiden Rennen der S2-Klasse Spannung angesagt.
S1-Aprilia-Pilot Thierry van den Bosch tat als direkter Verfolger von Adrien Chareyre das Beste, was er tun konnte – er nutzte die offensichtliche Mehrleistung seines Zweizylinder-Motors und sicherte sich den Sieg in beiden Rennen. Chareyre ließ es zwei Mal mit Rang fünf bewenden, genug für den Gesamtsieg. Als Zweitbester der Tageswertung unterstrich der entthronte deutsche Weltmeister Bernd Hiemer erneut seine zum Saisonende stark ansteigende Form: »Nach meinem Sturz am Samstag war ich froh, überhaupt fahren zu können«, sagte der KTM-Werksfahrer, »mit WM-Rang vier bin ich nach dem schlechten Saisonstart zufrieden.«
Im ersten Heat der S2-Klasse setzte Gerald Delepine alles daran, Widersacher Attilo Pignotti keine Chance zu lassen, musste sich auf seiner Husqvarna für den Sieg aber von Platz zehn nach vorne durchkämpfen. KTM-Mann Pignotti wahrte als Zweitplatzierter allerdings zunächst seine WM-Chancen. Doch der sechste Rang, den Delepine im zweiten Durchgang sicher nach Hause fuhr, hätte selbst bei einem Pignotti-Sieg für den Titel gereicht. Husqvarna darf somit einen doppelten WM-Erfolg feiern – und auf die nächste Saison gespannt sein, wenn ihre beiden Weltmeister die Klassen tauschen.tob
www.adrienchareyre.com; www.supermotos1.com

Ergebnisse
S1 – WM-Endstand nach 16 Veranstaltungen (Platzierungen in den Rennen von Megara/GR in Klammern): 1. Adrien Chareyre (F/Husqvarna) 330 Punkte (5./5.); 2. Thierry van den Bosch (F/Aprilia) 321 (1./1.); 3. Thomas Chareyre (F/Husqvarna) 288 (7./2.); 4. Bernd Hiemer (D/KTM) 246 (2./3.); 5. Kevin Berthome (F/Honda) 235 (4./7.); 6. Sylvain Bidart (F/Honda) 212 (6./10.); 7. Jerome Giraudo (F/Aprilia) 208 (-/-); 8. Massimo Beltrami (I/Honda) 206 (9./6.); 9. Ivan Lazzarini (I/Yamaha) 202 (3./4.); 10. Boris Chambon (F/Kawasaki) 168 (10./9.).

S2 – WM-Endstand nach 16 Veranstaltungen (Platzierungen in den Rennen von Megara/GR in Klammern): 1. Gerald Delepine (B/Husqvarna) 311 Punkte (1./6.); 2. Attilo Pignotti (I/KTM) 306 (4./2.); 3. Chris Iddon (GB/Aprilia) 283 (2./5.); 4. Davide Gozzini (I/TM) 258 (17./22.); 5. Jorge Nestor (E/Aprilia) 232 (5./1.); 6. Matthew Winstanley (GB/KTM) 208 (6./3.); 7. Lorenzo Mariani (I/TM) 188 (15./10.); 8. Marcel Götz (CH/KTM) 178 (3./9.); 9. Ales Hlad (BUL/KTM) 170 (12./12.); 10. Luca Minutilli (I/Aprilia) 165 (13./7.).
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Max Neukirchner fix im Suzuki-Werksteam (Archivversion) - Alles wird gut

Schon Anfang September bei den deutschen Rennen zur Superbike-WM auf dem Eurospeedway Lausitz gaben Max Neukirchner und sein Suzuki Deutschland-Team bekannt, dass der Sachse in der kommenden WM-Saison 2008 in das Alstare-Suzuki-Werksteam aufsteigen würde.
Die tatsächliche Vertragsunterzeichnung verzögerte sich aller­dings noch um rund vier Wochen. »Kein Grund zur Beunruhigung, da ging es nur um die Synchronisation von Sponsoren zwischen Max und dem Team«, erklärte in der Zwischenzeit Bert Poensgen, Direktor beim deutschen Importeur Suzuki International Europe. Diese Arbeit ist inzwischen erledigt, die Verträge sind unterschrieben. Das Suzuki-Superbike-WM-Werksteam von Teamchef Francis Batta hat zwar noch keinen Hauptsponsor als Ersatz für den langjährigen Partner Corona, aber mit Max Neukirchner und dem Spanier Fonsi Nieto stehen die Fahrer jetzt fest. Neukirchners bisheriger Teammanager Mario Rubatto wird als persönlicher Rider‘s Coach mit ins Werksteam wechseln.
Vom WM-Dritten Max Biaggi hat sich Suzuki getrennt. Der vierfache 250er-Weltmeister hat derzeit noch keinen Job für 2008. Ob Yukio Kagayama weiterfährt ist noch unklar.mtr
www.max-neukirchner.de

MOTORRAD-Redakteure im Rennsport (Archivversion) - Sportler im Test

Was tun MOTORRAD-Redakteure, die an fünf Tagen der Woche Motorräder testen oder über Motorräder schreiben, wohl am Wochenende? Motorrad fahren. Und das noch überaus rasant. Der stellvertretende Testchef Andreas Bildl trat im DMSB-Sportpokal gleich in zwei Klassen an und holte sowohl in der Pro Thunder I mit einer Aprilia RSV 1000 R als auch in der Supersport B auf einer Honda CBR 600 RR den Meistertitel. Cheftester Karsten Schwers schnupperte mit einem Gaststart beim Finale zum Aprilia-Supermoto-Cup in Freiburg erstmals Rennluft und zog sich mit Platz sechs und vier prompt achtbar aus der Affäre. Für beide gilt: Die Redaktion gratuliert.pma
www.aprilia.de/content/?page=racing&Content=551; www.andreasbildl.de

Britische Superbike-Meisterschaft: Einheitsreifen ab 2008 (Archivversion) - Gummiparagraf in England

Sie ist längst Realität in der Superbike- und Supersport-Weltmeisterschaft, wurde zuletzt heiß diskutiert in der MotoGP-WM und wird ab 2008 in der Britischen Superbike-Meisterschaft (BSB) gelten, einer der renommiertesten nationalen Superbike-Serien: die Einheitsreifen-Regelung. Welcher Hersteller in der kommenden Saison die Teams der BSB ausrüsten wird, steht noch nicht fest.
Es gehe darum, sportliche Leistungen über »Investitionen in Technologie« und die »Größe des finanziellen Budgets« der Wettkämpfer zu stellen, begründet die Firma MCRCB-Events, Ausrichter der BSB, ihre Entscheidung. Die Einheits­reifen-Regelung könne Kosten reduzieren und für mehr Fairness sorgen. Die Hersteller werden aufgefordert, ein Angebot für den Deal abzugeben.
Mitbieten werden jedenfalls Dunlop, im englischen Birmingham zu Hause, und Pirelli, bereits Exklusiv-Lieferant der Superbike- und Supersport-WM. Michelin, Ausrüster des aktuellen Meisters Ryuichi Kiyonari, hat abgewinkt – auch, weil dessen offizielles Honda-Team sich aus der Serie zurückzieht. HM-Plant-Honda passt das 2008 neue, seriennähere technische Reglement der BSB nicht in den Kram.
Für die deutsche Superbike-Meisterschaft IDM seien Einheitsreifen derzeit nicht im Gespräch, erklärte der neue Serienmanager Nico Amende auf Nachfrage.abs
www.britishsuperbike.com; www.mcrcb-events.co.uk

Enduro-DM-Finale in Zschopau (Archivversion) - Grand ohne zwei

Beim Finale der Deutschen Enduro-Meisterschaft im erzgebirgischen Zschopau waren gleich zwei Meister gar nicht mehr am Start: Sowohl Mike Hartmann als auch Marco Straubel hatten sich beim vorletzten Lauf in Streitberg verletzt. Beide hatten sich jedoch bereits in Streitberg den Titel in ihren Klassen gesichert. Hartmann verteidigte seine E1-Meisterschaft, und Straubel, 2006 Meister in der E2-Klasse, holte sich nun auch den Titel in der E3. Marcus Kehr, der sich bei diesem Auftritt ebenfalls bereits den Titel in der E2 sowie den Gesamtsieg im Internationalen Deutschen Enduro-Championat, der Meisterschaft aller Klassen, gesichert hatte, trat zum Finale im heimischen Zschopau nochmals an.
Vor gut 15000 Zuschauern musste er sich nur dem frisch gebackenen siebenfachen Enduro-Weltmeister Juha Salminen aus Finnland knapp geschlagen geben: »In drei Sonderprüfungen war ich schneller als Juha«, strahlte der KTM-Pilot. Dass er auf der schwierigen Strecke auch seinen WM-Konkurrenten, Vize-Weltmeister Markko Tarkkala, schlug, entschädigte für den verpassten Sieg.rp
www.marcus-kehr.com; www.mike-hartmann.com

Ergebnisse
Internationales Deutsches Enduro-Championat, Meisterschafts-Endstand nach acht Veranstaltungen: 1. Marcus Kehr (Flöha/KTM) 209 Punkte; 2. Mike Hartmann (Heidenheim/KTM) 161; 3. Marco Straubel (Zarnekau/KTM) 140; 4. Ralf Scheidhauer (Drebach/KTM) 135; 5. Arne Domeyer (Kaltenkirchen/KTM) 124; 6. Dirk Peter (Dittrichshütte/KTM) 123; 7. Andreas Beier (Krumhermersdorf/KTM) 112; 8. Edward Hübner (Luzenau/KTM) 105; 9. Stefan Geyer (Bad Wurzach/Suzuki) 98; 10. Stefan Hau (Lenggries/KTM) 75.

ADAC-MX-Masters-Finale in Teutschenthal (Archivversion) - Schiffer macht’s

Klarer Gesamtsieg für den Favoriten: Beim Finale der Internationalen Deutschen Motocross-Meisterschaft konnte Marcus Schiffer auf Nummer sicher gehen – zwei vierte Plätze reichten für den Titelgewinn. Beide Rennsiege gingen an KTM-Sarholz-Teamkollege Max Nagl, der sich nach dreimonatiger Verletzungspause wieder topfit zeigte. Nagl: »Leider ist die Saison jetzt vorbei.«
Bei der Entscheidung im MX-Youngster-Cup musste Ken Roczen, bis dahin Tabellenführer, tatenlos mitansehen, wie der Tscheche Petr Smitka mit einem ersten und einem dritten Platz den Titel gewann – Suzuki-Pilot Roczen hatte sich beim Training in der Woche zuvor das rechte Handgelenk gebrochen. Sein Punktevorsprung war jedoch so groß, dass er als Gesamtdritter aufs Podest gebeten wurde. Dafür durfte Suzuki mit dem 14-jährigen Russen Aleksandr Tonkov den Titel im ADAC-Junior-Cup feiern.abs
www.marcusschiffer.com; www.adac-mx-masters.de

Ergebnisse
Internationale Deutsche Motocross-Meisterschaft, Endstand nach acht Veranstaltungen (Platzierungen in den Rennen von Teutschenthal in Klammern): 1. Marcus Schiffer (Frechen/KTM) 293 Punkte (4./4.); 2. Kornel Nemeth (HUN/Suzuki) 272 (2./2.); 3. Max Nagl (Hohenpeißenberg/KTM) 238 (1./1.); 4. Florent Richier (F/Kawasaki) 223 (5./7.); 5. Clement Desalle (B/Suzuki) 222 (3./3.); 6. Filip Neu­gebauer (CZ/Kawasaki) 178 (–/9.); 7. Daniel Siegl (Flurstedt/Yamaha) 168 (9./13.).

ADAC-MX-Youngster-Cup, Endstand nach sechs Veranstaltungen (Platzierungen in den Rennen von Teutschenthal in Klammern): 1. Petr Smitka (CZ/Yamaha) 184 Punkte (2./13.); 2. Rasmus Jörgensen (DK/Suzuki) 174 (6./4.); 3. Ken Roczen (Mattstedt/Suzuki) 161 (–/–); 4. Angus Heidecke (Delitzsch/Suzuki) 147 (20./1.); 5. Lloyd Vercueil (RSA/Suzuki) 146 (4./6.); 6. Davis Livs (LAT/Yamaha) 144 (13./7.).

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