Sport: Motorrad extrem Die extremsten Motorradserien

Bildmontage? Von wegen! Jeff Fehr, Freestyle-Motocrosser, wollte ein wenig mit seinem Motorrad trainieren und sprang mal eben über eine Ranch in Kanada. Extrem verrückt? Klar! Ein Einzelfall? Aber nein. PS stellt die abgefahrensten Motorradserien vor.

Foto: Mitter

Robbie Maddison ist eine coole Socke. Zum einen hält der FMX-Pilot mit 107,29 Metern den Weltrekord für den weitesten Sprung mit einem Motorrad, zum anderen sprang er an Silvester 2008 auf einen 30 Meter hohen Triumphbogen. Hammerhart.

Maddison ist damit einer von vielen Extremisten, die sich in den verschiedensten Motorradserien tummeln. Neben eher showträchtigen Veranstaltungen wie der Stuntriding-WM, Hillclimbing und Freestyle Motocross gehören dazu auch die knochenharten Wettkämpfe des Extreme-Enduro, bei denen nur die zähesten Piloten überhaupt das Ziel erreichen.

Ganz Verrückte lassen auch im Winter nicht locker, jagen sich beim Snow Speedhill gegenseitig eine 400 Meter lange Skipiste hinauf oder lassen sich auf Skiern von einem Crosser ziehen (Skijöring).

Dass man auch extremen Motorradsport mit einem leichten Augenzwinkern betreiben kann, zeigen skurrile Veranstaltungen wie das 24-Stunden-Mofarennen in Speinshart oder das 1000-cm³-Tretroller-Rennen in der Schweiz.

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Foto: Archiv

Freestyle-Motocross

Suicide Backfip, Cliffhanger, Superman Seatgrap – die Jumps beim FMX klingen genauso spektakulär, wie sie aussehen. Abseits der großen Wett-kämpfe Red Bull X-Fighters und X-Games stechen einzelne Piloten immer wieder durch extreme Stunts besonders hervor. So sprang Robbie Maddison Silvester 2008 in Las Vegas auf einen 30 Meter hohen Triumphbogen – und wieder runter. Un­bedingt anschauen! Youtube-Suchbegriff: „Robbie Maddison New Year“. www.pacefmx.com

Finale des Freestyle MotoX in Basel.
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Extreme-Enduro

Meterhohe Felsbrocken, tiefe Schlammgruben – Extreme-Enduro ist eine der härtesten Motorradsportarten überhaupt. Bei den mehrtätigen Wettkämpfen kommen von über 100 gestarteten Fahrern häufig nur ein gutes Dutzend ins Ziel – Vollprofis, wohlgemerkt. Zu den wichtigsten und anspruchsvollsten ­Veranstaltungen dieser Klasse gehören „Roof of Africa“, „Hell’s Gate“, „Red Bull Romaniacs“ und „The Tough One“. Wer teilnehmen möchte, findet alle nötigen Infos auf den Seiten der Veranstalter.

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Hillclimbing

Ähnlich wie beim Extreme-Enduro gilt auch beim Hillclimbing: Ankommen ist alles. Im Gegensatz zu den Enduristen erlaubt das Reglement bei den Bergbrennern auch Umbauten mit längerem Radstand, die den Gipfelsturm erleichtern sollen. Dennoch kommt so gut wie kein Pilot oben an – was den Unterhaltungswert des Hillclimbings deutlich erhöht. Kein anderer Motorradsport zählt so viele Überschläge wie das Hillclimbing. Youtube liefert unter "hillclimbing" entsprechende Videos. www.hillclimbing.net

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Skijöring

Was geht wohl in einem Skifahrer vor, wenn er einen knappen Meter neben einem wild schlingernden, schneespritzenden Crosser-Hinterrad hergezogen wird? Wir wissen es nicht, aber er sollte besser nicht stürzen! Neben Motor­rädern dienen beim Skijöring auch Snowmobile oder Quads als Zugfahrzeuge – auch nicht viel sicherer. Ski­jöring hat eine lange Tradition und gelangte 1928 im Rahmen der olympischen Winterspiele in St. Moritz in den Blickpunkt der Öffentlichkeit – damals noch mit Rennpferdern. Videos findet Youtube unter dem Stichwort „Ski­jöring“. www.skijoering.de.

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Stuntriding

Wheelies, Stoppies, Burnouts, vorwärts, rückwärts, freihändig... Was die Stunt­fahrer-Elite rund um den deutschen Mehrfach-Weltmeister Chris Pfeiffer an Fahrzeugbeherrschung zeigt, grenzt ans Unglaubliche. In PS 6/2009 erklärte Pfeiffer einige seiner Tricks. Ein Beispiel: „No-Handed Sit-Down Wheelie Circles“. Dabei fährt der Pilot freihändig auf dem Hinterrad enge Kreise. Ein Video gibt es auf PS-online unter dem Suchbegriff „die spektakulärsten Stunts“. Die Stunt-EM findet 2010 am 5./6. Juni im Vorfeld des PS-Tuner-GP auf dem Hockenheimring statt.


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Snow Speedhill

Schneefräse mal anders. Beim Snow Speedhill rutschen und driften die Piloten eine 400 Meter lange Skipiste hinauf, wer zuerst oben ankommt, gewinnt. Neben Crossern (ohne Hubraumlimit) starten in weiteren Klassen auch Quads und Motorschlitten. Für besonderen Nervenkitzel sorgt die Sprungschanze, die bei jedem Rennen Pflicht ist. Unverfrorene können sich auf www.terrax-dream.com anmelden, dort gibt es auch ein Video. Das Startgeld liegt bei moderaten 60 Euro. Nächster Termin ist der 6. Februar.

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Skurriles

Wenns beim Biker-Stammtisch spät wird, entstehen so einige skurrile Ideen –  die in der Umsetzung für viel Unterhaltung sorgen. Wie die Unicycle Dragster-Rennen auf alten einrädrigen Supersporlerumbauten (www.unimoto.ch). Auch nett: 24-Stunden-Mofarennen (www.mofarennen-speinshart.de), 1000-cm³-Tretrollerrennen (www.trotticlub.ch) und Crossrennen auf Honda Monkeys (www.monkeycross.de).

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