21 Bilder
Bei aller Begeisterung, die gerade Amerikaner für das "All American Bike" aufbringen, steckt auch europäische Technologie im Project 156.

+++ UPDATE: Victory bei Pikes-Peak-Rennen weiter vom Pech verfolgt +++ Fiese Kaltverformung auf Video

Mit dem Prototyp "Project 156" wollte Victory beim Pikes-Peak-Rennen siegen. Doch zwei Crashs, einer vor und einer während des Rennens, machten die Pläne der Amerikaner zunichte.

Die Aufnahmen vom Trainingssturz waren spektakulär, gefilmt aus der Fahrerperspektive: Blitzartig kommt der Asphalt formatfüllend ins Bild, alles dreht sich, horizontal, verikal. Dreckklumpen fliegen, für einen Sekundenbruchteil ist ein Handschuh zu sehen. Ein kapitaler Sturz, passiert bei Testläufen zum Pikes-Peak-Bergrennen in den USA.

Dann Schnitt. Der Fahrer steht gleich wieder, läuft zum Motorrad. Ihm ist nichts passiert. Doch die eigens für das prestigeträchtige Rennen von Victory gemeinsam mit US-Stardesigner Roland Sands aufgebaute "Projekt 156", ein exklusives Einzelstück, das einmal als erste Sportmaschine des noch jungen US-Herstellers Victory in Serie gehen soll, liegt am Boden, schwer zerstört um einen Pfosten gewickelt. Es schien das Ende der ehrgeizigen Pläne Victorys, mit dem Prototyp einen Platz ganz vorn im Rennen zu belegen.

Anzeige

Honda Fireblade schnellstes Bike 2015

Doch gemeinsam mit Stardesigner Roland Sands schafften es die Victory-Schrauber tatsächlich, das zerstörte Bike innerhalb weniger Tage wieder flott und klar fürs eigentliche Rennen zu machen. Mit US-Motorrad-Tester Don Canet startete die "Project 156" schließlich auf die 156 Kurven der knapp 20 Kilometer langen Bergstrecke. Und es lief gut: Die Zwischenzeiten des von einem neuen V2-Motor von Polaris angetriebenen Bikes waren hervorragend, deuteten auf einen möglichen Platz unter den ersten Drei hin.

Doch dann passierte Crash Nummer zwei: Auf einer Fahrbahnmarkierung rutschte Don Canet weg. Erneut war dem Fahrer nichts passiert und auch das Motorrad hatte den Sturz anscheinend heil überstanden. Nur 23 Sekunden nach dem Rutscher saß Canet wieder im Sattel und gab erneut Gas. Er kam bis Sektion vier. Aber zwei Kilometer vor dem Ziel war Schluss - der Motor ging aus. 2016 will es das Victory-Team erneut versuchen. Schnellstes Bike beim Pike's Peak Rennen 2015 war die Honda Fireblade von US-Rennprofi Jeff Tigert.

Anzeige

Motorradfahrer tödlich verunglückt

Carl Sorensen, 39-jähriger Motorradrennfahrer, starb Dienstags im Training für das Bergrennen Pikes Peak International Hill Climb 2015. Sorensen wollte das Bergrennen mit einer Ducati bestreiten. Im letzten Training vor dem Rennen stürzte er über eine Klippe.

Das Training am Dienstag wurde sofort abgebrochen, die Rennen fanden aber wie geplant statt.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote