Spotlight: Unsere Helden (Archivversion) Ken Roczen

Motorradsport in Deutschland – das Thema hat viele Gesichter. Einige sind der Redaktion besonders aufgefallen, und gern stellen wir sie den MOTORRAD-Lesern vor.

Kurz nach 14 Uhr, der Chef des kleinen, aufstrebenden Familenunternehmens kommt nach Hause und geht umgehend daran, den nächsten Punkt auf seiner Agenda abzuarbeiten. Fitnesstraining steht auf dem Programm. "Das macht natürlich nicht so viel Spaß", gibt Ken Roczen zu, "aber es muss sein." Schließlich wird er 2009 seine erste Saison in der Motocross-MX2-Weltmeisterschaft bestreiten und hat eingesehen, dass es da nicht mehr reicht, einfach möglichst viel Zeit auf dem Motorrad zu verbringen, ohne auf die körperliche Konstitution zu achten. Außerdem trägt der 14-Jährige einen guten Teil an Verantwortung für die zwei Angestellten des Unternehmens MX2-WM – seine Eltern Steffi und Heiko.

Dass die auf ihren Sprößling stolz sind und seiner Förderung ihr ganzes Leben unterordnen, ist verständlich. Denn einen WM-Titel hat Ken schon ins Haus geholt, 2007 in der 85-cm3-Junioren-Klasse. Ein zweiter, diesmal bei den "Großen" in der zweithöchsten Kategorie des Sports, wäre für den Suzuki-Werksfahrer nicht mehr als ein logischer nächster Schritt. Wobei das mit den "Großen" wörtlich zu nehmen ist, denn seine knapp 50 Konkurrenten werden im Schnitt älter als 20 Jahre sein. Was Ken Roczen nicht schreckt: "Ich habe schon immer sehr früh in die nächsthöhere Klasse gewechselt." Und dann viele scheinbar überlegene Gegner regelmäßig besiegt.

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