Standpunkt: Neuheiten auf der Intermot (Archivversion) Standpunkt

MOTORRAD-Volontär Michael Orth zur bedeutendsten Neuheit auf der Intermot

»Die Intermot München 2000 hat eindrucksvoll bewiesen, dass sich das Bewusstsein und die Ansprüche der Motorradfahrerinnen und -fahrer wandeln«, bilanziert IVM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubert Koch. Reges Interesse am Integral-ABS mit Bremskraftverstärker von BMW, an Yamahas neuem Tourer FJR 1300 mit gleich zwei geregelten Katalysatoren, an der neuen Honda VTX 1800 mit geregeltem Kat und Sekundärluftsystem sowie an diverser Airbag-Schutzkleidung hat gezeigt, wohin der Wandel geht: mehr Umwelt- und Sicherheitsbewusstsein.Die Branche wacht so langsam auf. Das ist ebenso vernünftig wie ermutigend, wenn auch erst ein Anfang. Denn die Mehrzahl der ausgestellten Zweiräder konnte sich noch nicht mit Antiblockiersystem oder Katalysator, geschweige denn geregelt, schmücken.Ermutigend auch, dass sich manche Dinge nicht geändert haben. Etwa die Art, in der nicht wenige mit glänzenden Augen und gänzlich entkoppelt vom profanen Rest der Welt im Bannkreis mancher Exponate aufgingen. Unwichtig, ob es sich dabei um eine Sachs Beast handelte, um eine MV Brutale, eine MBS 656 oder eine Mondial Piega. Ebenso unbedeutsam auch, wann, wie und ob überhaupt so was mal in Serie gehen wird. Wichtig allerdings, was solche Beispiele besser verdeutlichen als eindrucksvolle Messestände und hochglänzendes Prospektmaterial: Offenbar hat sich sowohl auf Seiten der Hersteller wie auf Seiten der Besucher eine entscheidende Fähigkeit erhalten: die zur Begeisterung. Die bedeutendste Neuheit dieser Intermot war also eigentlich ein alter Hut: Mehr Vernunft muss nicht heißen weniger Faszination. Wie schön.

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