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Willi Nowack, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Essen und Biker, zum Haus Scheppen

Dem beliebten Motorradtreff Haus Scheppen im Ruhrgebiet droht das Aus. Haus Scheppen mit einem Parkplatz in landschaftlich schöner Umgebung direkt am Ufer des Baldeneysees ist im Ruhrgebiet für die Motorradfahrer so etwas wie eine »Messe am See«. Wer im Ruhrgebiet Motorrad fährt, kennt Haus Scheppen. Man weiß, dass bei schönem Wetter Hunderte Motorradfahrer dieses Ziel ansteuern. Hier trifft man alle, die Puristen, die Nostalgiker und die Schönwetterfahrer. Haus Scheppen ist deshalb auch ein Ort der Diskussionen und des Austausches in der Bikerszene. Wenn es nach dem Willen mancher Politiker geht, soll das Parkplatzgelände allen Bürgerinnen und Bürgern zur Nutzung zur Verfügung stehen. Schnell wird betont, dass dies auch weiterhin für Motorradfahrer gilt. Die Wahrheit ist allerdings, dass kaum noch Flächen für die Biker verfügbar und der Treff damit endgültig tot wäre. Der Treff muss erhalten bleiben, und zwar genau dort, wo er sich über Jahrzehnte etabliert hat. Der Vorschlag, naheliegende Parkplätze herzurichten, ist nicht nur teuer, sondern auch ungeeignet. Mit allen Mitteln wird die Essener SPD verhindern, dass Fakten geschaffen werden. Jetzt muss deutlich werden, dass die Biker ihren Platz am Haus Scheppen nicht aufgeben. Hier im Ballungsraum Ruhrgebiet, wo es Motorradfahrer nicht ganz leicht haben, gibt’s eben solche Plätze nicht wie Sand am Meer. Haus Scheppen ist fast einmalig und verdient Unterstützung. Andere Städte wären froh, wenn sie ihren Bürgerinnen und Bürgern solch einen Platz bieten könnten. In Essen müssen wir noch daran arbeiten, dass solch eine Attraktion auch wirklich akzeptiert wird.

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