Starke Italiener und leichte Sportler (Archivversion) Starke Italiener und leichte Sportler

Italienische Momente beim Feierabend-Italiener in Stuttgart-West sind nichts gegen das opulente Motorrad-Menü der Mailänder Messe. Gespart wurde dort nur beim Gewicht der neuen Sport-Brenner von jenseits des Brenners: Die Präsentationen der MV Agusta F4 und der Aprilia RSV Mille waren reiner Augenschmaus.Während ein stolzer Claudio Castiglioni mit dem Grafen Agusta und Multi-Champ Giacomo Agostini im Edel-Palazzo aufs Agusta-Comeback anstieß, umgab sich Aprilia-Präsident Ivano Beggio im Mode-Palast »Magna Pars« zur »Mille«-Enthüllung mit Weltmeister-Frischling Valentino Rossi und Zwerg Rase Loris Capirossi. »Jetzt zählen wird uns zu den richtigen Motorrad-Herstellern«, gab er sich bewegt. Als der Chefdesigner auf die Frage nach der Erleuchtung, drei Scheinwerfer unter eine Dreieck-Scheibe zu packen, antwortete: »Das lag nahe«, mußte aber auch er lächeln.Nahe lag auch, daß Bimota stolz auf die 179 Kilogramm (Trockengewicht) leichte SB 8 mit dem Suzuki TL 1000-Motor war, Ducati-Direktor Frederico Minoli mit der neuen SS 900 weitere Markterfolge beschwor und Laverda-Chef Francesco Tognon Neuheiten und Erhöhung des Grundkapitals um 30 Millionen Mark auf eine Stufe stellte. Wie Guzzi-Sanierer Oscar Cecchinato, der sich stolz wie Oskar neben der V 11 ablichten ließ, versicherten mir alle Italo-Bosse unisono, der deutsche Markt sei der allerwichtigste.Daß Yamaha mit einem Multimedia-Feuerwerk im alten Eisenbahn-Lager und der YZF-R1 symbolisch Preise für die beste Show und für den mit 177 Kilogramm trocken leichtesten Knaller bekam, störte Forza Italia kaum. Der Wettstreit mit neuen Superbikes wie der Suzuki TL 1000 R oder den abgespeckten Maschinen Honda CBR 900 RR (180 Kilo) und Kawasaki ZX-9R (181 Kilo) bietet reichlich Stoff fürs Test- und Verkaufsjahr 1998 sowie eine noch attraktivere Superbike-WM.Mille grazie, Italia - Arigato gozai-mas, Nippon und herzliche Grüße

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