Steilwandfahrer (Archivversion)

Die amerikanischen Steilwandartisten machten die Indian Scout auch in deutschen Kesseln populär. Die Scout 101, die ab 1928 in einer 600er und 750er Version gebaut wurde, galt als besonders zuverlässig - an der Wand überlebenswichtig - und brachte mit ihren 18 PS mehr Leistung auf die Bretter als vergleichbare Konkurrenzmodelle. Um mehr Aufmerksamkeit zu erregen und sich von der Konkurrenz abzusetzen, gingen später Motorräder fast aller Marken und sogar Roller die Wand hinauf. Was mit diesen Gefährten angestellt wird, hat sich von den Anfängen 1930 bis auf den heutigen Tag kaum verändert. Das Programm beginnt mit der Begrüßungsfahrt - die einzelnen Artisten werden vorgestellt, kurven die Wand rauf und runter. Danach folgen Motorradakrobatik - freihändig, stehend, auf dem Tank sitzend, einzeln oder in Formation - und ein Verfolgungsrennen. Der Kessel, in dem diese Vorstellung stattfindet, besteht aus Holzbrettern, hat in der Regel eine Höhe von fünf und einen Durchmesser von neun Metern, in der Anfahrzone ist er angeschrägt.

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