Steiner, Michael: Interview (Archivversion) Interview

Michael Steiner, Leiter Motorradsport beim Deutschen Motor Sport Bund (DMSB), zur Umgestaltung des Deutschen Rundstreckenpokals.

Herr Steiner, der Rundstreckenpokal ist im Vergleich zur Vorzeige-Rennserie Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft die Nachwuchs-und Breitensportkategorie. Welche Änderungen hat der DMSB für 2006 beschlossen?
Wir wollen den Rundstreckenpokal wieder attraktiver machen. Deshalb sollen ab sofort in der Supersport-600-Klasse auch seriennahe Maschinen nach dem Stocksport-Reglement mitfahren, die ohne teure Kit-Teile auskommen müssen. Pokale werden dieses Jahr die besten beider Kategorien erhalten, aber für die Meisterschaft wird gemeinsam gewertet. 2007 werden dann nur noch die Stocksport-
ler Meisterschaftspunkte bekommen. Die hoch getunten Supersportler dürfen zwar mitfahren, werden jedoch sicher bald verschwinden.
Ändert sich in den großen Hubraumklassen etwas?
Nein, es wird weiterhin die Stocksport-1000- und die Open-Kategorie geben. Aber wir haben am unteren Ende der Skala die 125er-Prototypen-Klasse eingeführt, wo im Prinzip mit 125er-Zweitaktern wie in der IDM oder der Weltmeisterschaft gefahren werden darf. Im Rundstreckenpokal sind in dieser Klasse auch 250er-Viertakt-Einzylinder startberechtigt.
Bislang dümpelte der Rundstreckenpokal etwas vor sich hin, wurde auf wenig attraktiven Strecken gefahren...
2005 gab es nur vier Veranstal-
tungen. Für dieses Jahr haben wir einen Kalender mit acht Wettbewerben auf die Beine gestellt und fahren unter anderem zweimal in Hockenheim, am Nürburgring und in Oschersleben auf permanenten Rennstrecken. Die Termine sind im Internet unter www.dmsb.de zu finden.
Das Interview führte MOTORRAD-Redakteur
Andreas Schulz

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