Straßen-DM-Finale Hockenheim (Archivversion)

»Vielleicht ist es gar kein Nachteil, daß ich nicht mehr der Allerjüngste bin.« Dies sagt ein 24jähriger, der gerade deutscher Meister in der 125er Klasse geworden ist und erzeugt damit zunächst Verwunderung. Aber Christian Kellner erklärt sich: »Einige meiner Konkurrenten haben in etwa den gleichen Werdegang hinter sich wie ich und sind doch einige Jahre jünger. Aber ich glaube, speziell bei den Entscheidungen, die jetzt anstehen, hilft es mir, schon ein bißchen älter und vielleicht auch reifer zu sein.«Denn die nächste Zukunft des Top-Fahrers aus dem Hein Gericke-Castrol-Junior-Team kann sehr wichtig werden für seinen weiteren Werdegang. Der Bayer, der außerdem in der 125er EM auf Rang fünf liegt, will ab 1997 Grand Prix-Rennen fahren. »Und am liebsten mit meinem bestehenden Team, also mit Hein Gericke, Honda und Techniker Stefan Kurfiss.«Die Aktien stehen trotz der Verringerung der GP-Fixstarter auf 24 Fahrer pro Klasse nicht schlecht für den gelernten Schreiner. Durch eine Zusammenarbeit von Hein Gericke und dem United Grey Team könnte ein Parallel-Team entstehen, auf der einen Seite die bereits bestehende und erfolgreiche Mannschaft um Teamchef Mario Rubatto und Barcelona-GP-Sieger Manako und dazu eben die Aufsteiger-Crew mit Techniker Kurfiss und Christian Kellner. »Die Verhandlungen mit UGT-Chef Rolf Schindler laufen positiv, und wir sind sehr optimistisch, daß wir für die GP-Saison 1997 zusammenkommen«, so Hein Gericke-Teamkoordinator Thomas Schwarz dazu. So könnte Christian Kellner nach dem ADAC-Junior-Cup 1994 und zwei Jahren in der 125er DM schon in seinem vierten Rennjahr in die WM aufsteigen.

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