Straßen-IDM Pannoniaring/H (Archivversion) Ost-Erweiterung

Insider wissen es längst: Weil sich die
Organisatoren nicht mit dem Mietpreisgefüge des Hockenheimrings anfreunden konnten, wurde der zweite Lauf zur Straßen-IDM auf dem ungarischen Pannoniaring ausgetragen. Gut für Andy Meklau. Der Österreicher unterhält dort sowohl
einen Motorradladen als auch eine Rennfahrerschule – und belehrte die Konkurrenz der Superbike-Klasse beim IDM-Meeeting eingehend zum Thema Streckenkenntnis.
Ohne die geringste Gegenwehr muss-
ten sich Suzuki-Teamkollege Markus Wegscheider und Yamaha-Mann Stefan Nebel im ersten Heat sowie Jörg Teuchert im zweiten Rennen mit den Ehrenplätzen zufrieden geben. Wobei Herr Meklau quasi nebenbei nicht nur die IDM-Führung holte, sondern auch noch den Rundenrekord auf 1.55,490 Minuten herunterschraubte. Titelverteidiger Michael Schulten behinderte die Verletzungen aus einem Sturz im Training – Platz zehn und ein Ausfall. Schlechte Starts bremsten den Rückkehrer des Jahres, Ex-GP-Star Ralf Waldmann aus: Rang acht und zehn, sicher unterhalb des Plansolls.
Auch der Führende in der Supersport-Wertung, Arne Tode, wird nicht zufrieden sein. Der 19-Jährige konnte sich mit furiosem Einsatz zwar am Norweger Kai-Børre Andersen vorbeikämpfen, flog anschließend jedoch mit einem Highsider ab. Zwar reichte es für den Sachsen trotzdem noch zu Rang elf, am Sieg Andersens war aber nichts mehr zu ändern.
Seinen ersten IDM-Sieg feierte in der 125er-Klasse Nachwuchsstar Stefan Bradl. Der Sohn des ehemaligen GP-Piloten Helmut Bradl rang in einem Fotofinish seinen KTM-Kollegen Michael Ranseder nieder.
Überschattet wurde die Veranstaltung leider von einem schweren Unfall im ersten Zeittraining zum Yamaha-R6-Cup. Bei einem Sturz zog sich der erst 19-jährige Florian Ebert aus dem schwäbischen Remseck so schwere Kopfverletzungen zu, dass er wenig später daran verstarb. pm

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