Streckensperrung Schauinsland: Wirt Walter Wolf sammelt Unterschriften (Archivversion)

Der Bundesrat hatte ein Einsehen und stimmte am 9. Februar 1996 der neuen Leichtkraftradverordnung zu, die Anfang März - nach ihrer Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt - wirksam wird. Jede 125er mit höchstens 15 PS läuft dann als Leichtkraftrad; wer noch keine Fahrerlaubnis hat, kriegt mit dem neuen EU-Führerschein der Klasse A1 die Lizenz zum Fahren dieser Achtellitermaschinen. Für alle, die älter als 18 sind, gibt es keine »bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit, und auch Klasse 3- und 4-Besitzer, die ihren Schein vor dem 1. April 1980 gemacht haben, dürfen fahren, was die 15 PS hergeben. Das gilt auch für alle, die den 1b - den 80er Schein - besitzen. Dumm dran sind jedoch die Einsteiger unter 18; denen hat der Gesetzgeber - auf Drängen der Fahrlehrerverbände - ein Limit von 80 km/h aufgedrückt. Ein Antimanipulationskatalog zur Einhaltung dieser unsinnigen Beschränkung ist in Arbeit. Paradox: Fahrstunden und Prüfung müssen auch die Youngsters auf Bikes mit mindestens 100 km/h absolvieren, weil demnächst eine Autobahntour ins Programm der A1-Ausbildung kommt. Die dauert dann länger und kostet auch mehr.

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