Stuttgart will Sperrung für Kfz ohne Kat (Archivversion) Sperrung in Stuttgart

Kfz ohne Kat raus aus Stuttgart, Motorräder inklusive

Die gesamte Innenstadt und einige Außenbezirke sollen, wenn es nach der Stadt Stuttgart geht, für Kraftfahrzeuge ohne Kat großflächig gesperrt werden. Und das nicht nur bei hohen Schadstoffwerten in der Luft, sondern dauerhaft. Dem Regierungspräsidium liegen entsprechende Pläne zur Genehmigung vor. Deren Macher berufen sich auf die »Töpfer-Verordnung«, wonach bei hohen Stickoxid-, Benzol- oder Dieselrußbelastungen Verkehrsverbote verhängt werden dürfen. Davon betroffen seien, so Heinz Kicker vom Amt für öffentliche Ordnung, auch motorisierte Zweiräder. Daß die gerade im Stadtverkehr zur Entlastung beitragen, interessiert nicht: »Wichtig ist, was hinten rauskommt.« Dieses Kanzlerwort, so Kicker, lasse lediglich 50er außen vor. Fast alle anderen Kradler müßten mit einer Bescheinigung, daß ihr Fahrzeug den Umweltnormen entspricht, bei der Zulassungsstelle vorsprechen, die Plaketten verteilt. Oder eben nicht. In diesem Fall sieht’s für Motorradfahrer übel aus - denn an Ausnahmen will die Stadt knausern. »Die gibt es auch nicht für Anlieger«, meint Kicker. Wie sie nach Hause und zur Arbeit kommen sollen, bleibt ihr Problem. Momentan liegt der Entwurf auf Eis: Die Bundesverordnung ist noch nicht in Landesrecht umgesetzt.

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