Stuttgarter Motorrad-Meile: Händler-Reportage (Archivversion) Unterm Strich

Während die Geschäfte auf der Stuttgarter Motorrad-Meile überwiegend gut gelaufen sind, stöhnt die Zubehörbranche allgemein über immense Umsatzrückgänge.

Definitive Zahlen für das Geschäftsjahr 2002 gibt es noch nicht, aber einen Trend: Der Markt für Zubehör schrumpft stärker als der für Neumaschinen, und dort herrscht bis dato ein Minus von acht Prozent. Zwischen zehn und 20 Prozent hätten sie im Vergleich zum Vorjahr verloren, geben Zubehörler zu, die vor allem im mittleren Preissegment um Kundschaft werben. Gefragt sind Edel- und Massenanbieter. So hat dann auch Thomas Brose, Filialleiter der Stuttgarter Louis-Niederlassung, wenig zu klagen. »Uns geht’s gut. Wir sind hier der Platzhirsch.« Mit Sonderaktionen – »die haben Schuberth-Helme unterm Einkaufspreis verramscht«, lästert die Konkurrenz – verteidigt er sein Revier. Tommy’s Fundgrube, Helm-Center und Pro Shop halten mit ausgesucht hochwertigen Produkten und Service dagegen. »Ich gehe eigentlich nur zu den dreien«, gibt sich ein Ducati 996 fahrender Porsche-Ingenieur elitär. Dass Luxus selbst in Krisenzeiten boomen kann, kennt er von seinem Arbeitgeber. Für den neuen, nicht gerade billigen Geländewagen gibt’s eine Warteliste – auf der anderen Seite fährt Aldi Rekordgewinne ein.

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