Super Moto-Serie 1996: Vorschau (Archivversion) Es werde Licht

Sie hat schon recht, die alte Weisheit, daß nichts Bestand hat, abgesehen von der Veränderung. Und was fürs Leben gilt, hat auch für Super Moto Gültigkeit. Nach drei Jahren ihres Bestehens bricht die hiesige Drifter-Szene zu neuen Ufern auf - zumindest was die sportliche Wertigkeit betrifft. Ab der kommenden Saison rangeln die Super Moto-Cracks nicht mehr in einer einzigen Klasse um Ehre und Punkte in der von MOTORRAD und Motoport ausgeschriebenen Rennserie sondern ganz offiziell um zwei neu geschaffene Prädikate: Die »internationale deutsche Super Moto-Meisterschaft um den MOTORRAD/Motoport-Preis« und parallel dazu den »Deutschen Super Moto-Cup«. Der Grund der Trennung liegt auf der Hand. Das Fahrerfeld der Drifter-Szene hat sich im Lauf der Zeit kräftig auseinanderentwickelt. Auf der einen Seite Könner ihres Metiers wie der letztjährige Gesamtsieger Harald Ott, Vorderrad-Stoppie-Weltrekordhalter Meik Appel oder der Schweizer Beat Gautschi, die sich mittlerweile bewiesenermaßen auch vor den ganz Großen des internationalen Super Moto-Milieus nicht zu verstecken brauchen, und auf der anderen Seite Piloten, welche diesen Sport aus reinem Spaß an der Freud betreiben. Und wie funktioniert die Trennung? Ganz einfach. All diejenigen, die in der letzten Saison Punkte in der Super Moto-Serie ergattert haben - genau waren es 28 Fahrer - sind 1996 für die Inter-DM gesetzt. Gefahren werden neben freiem und Zeittraining ein Sprintrennen und ein Finale, das einzig und allein für die Inter-DM-Wertung maßgebend ist. Alle anderen Fahrer, vom A-Lizenzler bis zum Tageslizenzfahrer, treten in Zukunft im Super Moto-Cup an. Die im Prinzip unbegrenzte Zahl der Starter bestimmt letztlich den Austragungsmodus. Wie gehabt werden über Vorläufe und Halbfinals die Finalisten ermittelt. Ein Gag am Rande: Um hoffnungsvollen Super Moto-Aspiranten den möglichen Aufstieg in die Prestigeklasse in der nächsten Saison vorab zu erleichtern, dürfen sich die - je nach Streckenkapazität - zwei, vier oder acht Besten im Cup-Zwischenstand noch auf derselben Veranstaltung im Finale der Inter-DM die etwas steifere Super Moto-Brise um die Nase wehen lassen. Selbstredend, daß sie zwar noch keine DM-Punkte, aber dafür den ihrer Plazierung gebührenden Teil des Preisgeldkuchens für sich in Anspruch nehmen können. Und sonst? Aufwärts geht es auch mit der Einsteigerklasse. Nachdem der Versuchsballon mit drei Pilot-Veranstaltungen im letzten Jahr erstaunlich schnell an Höhe gewann, dürfen sich die Enduristen auf ihren serienmäßig belassenen Untersätzen in dieser Saison auf genau doppelt so viel Veranstaltungen freuen. Und last but not least gibt´s was ganz Neues. Erstmal dürfen sich auch Quad-Piloten auf den Drift auf den gemischten Asphalt/Schotter-Kursen freuen. Und das nicht zu knapp. Immerhin siebenmal werden sie zur Auflockerung des Programms hinter der Super Moto-Startanlage stehen. Zuviel versprochen? Kaum. Die Termine stehen fest. Einfach kommen und nachprüfen. Ob im Ring oder als Zuschauer.

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