Super Moto-Vorschau (Archivversion)

Schräg-Schuss

Die Motorradsport-Szene darf sich 1998 wieder auf einige Schräg-Sekunden einstellen. Denn die Super Moto-Liga mag´s weiterhin nicht nur schräg, sondern am liebsten auch quer oder auf einem Rad.

In sportlicher Hinsicht ist die deutsche Meisterschaft in Europa das Maß aller Dinge«, lobt Beat Gautschi die hiesige Super Moto-Szene in höchsten Tönen. Der Schweizer muß es wissen. Noch bevor außerhalb von Frankreich, dem Super Moto-Mutterland Europas überhaupt jemand wußte, wozu um alles in der Welt slickbereifte Moto Cross-Maschinen denn taugen sollten, trat der KTM-Pilot bereits auf Galliens Super Moto-Pisten an. Fünf Jahre später braucht der Eidgenosse kaum mehr jemanden zu erklären, warum er sich in Leder statt in schrilles Off Road-Nylon kleidet. Spanien, Belgien und die Schweiz erfreuen sich inzwischen eigener Meisterschaften, Italien und Österreich möchten 1998 ihre Auftakt-Super Moto-Serien initiieren, und die deutschen Fans dürfen sich ohnehin auf eine weitere prickelnde DM-Saison freuen.Denn - Gautschis Worte in aller Ohr - MOTORRAD darf als Initiator der schwarz-rot-goldenen Super Moto-Szene schon ein wenig Stolz auf das Erreichte sein. In der Tat läßt sich die Spitze der europäischen Drifter-Liga regelmäßig in Deutschland blicken. Beat Gautschi als mittlerweile regierender Schweizer Meister, KTM-Mann Gilles Salvador und Husky-Junge Boris Chambon als amtierende Vorsitzende der französischen Meisterschaft, der belgische Vizemeister Patrick Debroux sowie der österreichische Alpenblitz Klaus Kinigadner bieten gemeinsam mit den einheimischen Könnern Meik Appel, Achim Trinkner und Co. die weitaus attraktivste nationale Meisterschaft dieser Sportart - auch wenn ausgerechnet der deutsche Champion Harald Ott möglicherweise den Helm an den Nagel hängen will. Und was gibt´s Neues für die kommende Saison? Für die Prestige-Klasse, quasi die Super Moto-Erstligisten, steht für den schon traditionellen DM-Lauf im Rahmen des deutschen Superbike-WM-Laufs der Umzug von Hockenheim auf den Nürburgring an. Für die zweite Liga, die Open-Klasse, die sich mit bis zu 120 Startern je Veranstaltung prächtig entwickelt hat, ist ebenfalls ein neues Terrain angesagt. In Mitterteich im Fichtelgebirge wird für sie eine Super Moto-Premiere über die Bühne gehen. Erweiterung ist in Zweibrücken angesagt. Nach der gut besuchten Premiere im letzten Jahr driften die Cracks auf einer wesentlich vergrößerten Piste ins Saisonfinale.Eine Premiere gibt´s auch für die Open-Fahrer auch in Sachen Belohnung. Für die Rasantesten erleichtert MOTORRAD mit ansehnlichen Sachpreisen (siehe Kasten links) den anstehen Aufstieg in die Prestige-Klasse. Von diesem Sachpreis-Pool profitieren auch die Neulinge der Super Moto-Szene. Mit der Super Moto-Youngster-Challenge (siehe ebenfalls Kasten) möchte MOTORRAD erstmals den Appels und Chambons der Zukunft einen kostengünstigen Einstieg in diesen Sport ermöglichen.Und last but not least gibt´s im Sommer mal was ganz Neues: Am Samstag, den 5. Juli steigt auf dem alten Messegelände in Leipzigs Innenstadt das erste Super Moto Deutschlands unter Flutlicht.
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Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion) - YOUNGSTER CHALLENGE

Ganz neu: Die Super Moto-Spielwiese für die jungen Wilden
Nachwuchsklassen für junge Piloten gibt´s mittlerweile in jeder Disziplin. Nur nicht im Super Moto. Ab der Saison 1998 wird sich dies ändern: Im Rahmen der sechsteiligen Super Moto-Youngster-Challenge dürfen sich 15- bis 23jährige ins Drift-Metier hineinwagen. Daß organisatorisch und finanziell nichts anbrennt, dafür sorgt das Reglement: Basis ist eine serienmäßige Moto Cross- oder Enduro-Maschine mit maximal 125 cm³ Hubraum, Räder und Bremsen dürfen nicht verändert werden. Asphalttaugliche Soft-Enduro-Reifen für den Untersatz und eine Lederkombi für den Reiter sind die einzigen zulässigen Zugeständnisse an den ungewohnten Untergrund. Und daß selbst diese erschwinglich bleiben, dafür bieten MOTOPORT und BRIDGESTONE jeweils ein »Starter-Set« an. Für 599 Mark gibt´s bei MOTOPORT (Adresse siehe Kasten Seite 155) eine Lederkombi und für 169 Mark bei BRIDGESTONE (Adresse ebenfalls nebenan) einen Satz passende Soft-Enduro-Reifen. Übrigens: Auf allen Terminen der Super Moto Youngster-Challenge inklusive des Super Moto-Trainings in Schaafheim wird das MOTORRAD-Team vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion) - Veranstalter-Adressen

Man weiß ja: Leistung soll sich lohnen. Getreu diesem Motto schreibt MOTORRAD gemeinsam mit den Partnern aus dem Super Moto-Sponsorenpool BRIDGESTONE, MOTOPORT und CASTROL attraktive Preise für beide Super Moto-Nachwuchsserien aus. Sowohl die besten Fahrer des Deutschen Super Moto-Cup als auch der Youngster-Challenge erhalten Starthilfe für den anstehenden Klassenwechsel.

Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion) - Super Moto-Cup und Youngster Challenge

1. PlatzDrei Satz BRIDGESTONE-Super Moto-Rennreifen,eine MOTOPORT-Lederkombi,ein CASTROL-Sponsorvertrag für die Super Moto-Saison 19992. PlatzZwei Satz BRIDGESTONE-Super Moto-Rennreifen,ein Paar Moto Cross-Stiefel,CASTROL-Schmiermittel im Wert von 500 Mark3. PlatzEin Satz BRIDGESTONE-Super Moto-Rennreifen,ein Bayard-Sturzhelm,CASTROL-Schmiermittel im Wert von 300 Mark4. + 5. Platzein Gesamtpacket Freizeitbekleidung von MOTORRAD

Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion)

Mehr Infos zur Super Moto-Saison 1998 gibt´s im Informations-Faltblatt von MOTORRAD. Zusätzlich zu den nebenstehend abgedruckten Terminen informiert das druckfrische Exemplar über Veranstalter-Adressen, die wichtigsten Fakten zu den Klasseneinteilungen sowie mit einer Landkarte über die geographischen Lage der Veranstaltungsorte. Einfach anfordern bei MOTORRAD, Super Moto, 70162 Stuttgart oder Fax 07 11/ 18 21/17 81.

Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion)

Die Basis für einen konkurrenzfähigen Super Moto-Renner bildet durchweg eine für jedermann käufliche Moto Cross- oder Enduro-Maschine. Halbliter-Zweitakter von Kawasaki oder Honda sowie 600er Viertakter von Husaberg, Husqvarna oder KTM teilen sich zu etwa gleichen Teilen das Starterfeld. Während deren Motorleistung von etwa 60 PS für die meisten Piloten ausreicht, tritt mittlerweile kein ambitionierter Fahrer mehr ohne die für Super Moto typischen Fahrwerks-Umbauten an. Ein Satz 17-Zoll-Räder erlaubt den Einsatz von den im Straßenrennsport üblichen Slick- oder Regenrennreifen. Die damit mögliche Verzögerung erreicht eine wesentlich größer dimensionierte Vorderrad-Bremsscheibe. Die Kosten für diese Modifikationen halten sich in überschaubaren Grenzen. Ein Satz 17-Zoll-Räder schlägt mit etwa 1900 Mark zu Buche, eine Bremsscheibe kostet zirka 400 Mark, der Adapter für den Bremssattel etwa 250 Mark. Aufwendiger wird´s beim Thema Reifen. Ein Satz Rennreifen - vorn werden im Super Moto meist Regenrennreifen verwendet, hinten je nach Witterung geschnittene Slicks oder Regenpneus - erleichtert die Börse um 500 Mark.Wer zu den Spätbremsern zählen möchte, kann gern weiter investieren. Eine leistungsfähige Racing-Bremszange fürs Vorderrad muß - je nach Bauart - mit 500 bis 1000 Mark veranschlagt werden. Dazu passende Bremsarmaturen kosten zusätzliche 300 bis 700 Mark. Und wer dann seinen Motor noch tunen lassen will, der darf so viel bezahlen, wie er möchte - oder besser kann.Doch keine Angst. Die Grundausstattung für die besagten 2500 Mark tut´s für erste Super Moto-Erfolge auch. Ganz ehrlich.

Super Moto 1998: Vorschau (Archivversion)

Super Moto (allgemeine Informationen)Thomas SchiffnerTelefon 0 60 73/8 85 15Fax 0 60 73/8 71 76Starter-SetBekleidungMotoportTelefon 0 44 51/91 52 31ReifenBridgestoneHerr FaulstichTelefon 0 61 87/38 57Räder/BremsenBrockhausenTelefon 0 25 84/3 58HE MotorradtechnikTelefon 0 86 54/6 15 63Zupin Moto Sport(für Husqvarna)Telefon 0 86 69/8 57 60KTM Deutschland(für KTM)Telefon 0 96 28/9 21 10nur RäderFa. AkrontTelefon 0 71 56/3 99 99nur BremsenBrakingTelefon 0 68 42/30 84SpieglerTelefon 07 61/61 10 10BruneTelefon 0 25 04/56 48

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