Super Moto-Vorschau––––– (Archivversion)

VORREITER

Wie war das? Je schneller, desto quer? Oder wer driftet wann, wie stark, warum? Und überhaupt, wie geht´s 1997 in der deutschen Super Moto-Szene weiter?

Es ist nun einmal so: Vier Räder wissen mehr als zwei. Denn wie sonst könnten sich die Gesellen der einspurigen Zunft seit Jahrzehnten Gedanken über die Vor- oder Nachteile des gewagten Drifts machen, während die Autokollegen längst wissen: Allzu quer ist langsam.Vielleicht liegt es daran, weil diese Wahrheit eigentlich niemand hören möchte. Denn was sonst, wenn nicht der spektakuläre Powerslide, macht einen gewöhnlichen Motorrad-Renner zum Diego Maradonna des Kurvenausgangs. Doch auch wenn die Massen jubeln, es bleibt dabei: Allzu quer ist langsam. Was soll´s, Motorradfahren war noch nie eine Frage der Vernunft. Warum dann ausgerechnet im Rennsport, letztlich der Ausgeburt der Unvernunft? Und erst nach dieser Erkenntnis erhalten manche Fragen einen Sinn. Zum Beispiel: Mit wieviel Schlupf treiben die wildesten Rennfahrer ihre Maschinen aus den Ecken? Und wer ist derzeit wild? Halbliter-Weltmeister Mick Doohan sicherlich. Superbiker Troy Corser ganz bestimmt. Und wenn prestigemäßig auch noch einige Treppenstufen dazwischenliegen, die wilden Drei der Super Moto Szene: Boris Chambon, Beat Gautschi und Meik Appel.Steffen Zäpfel, Ingenieur bei einem der führenden Data-Recording-Anbieter, 2D-Datarecording aus Karlsruhe, kennt sich aus in der Szene: »Wir registrieren mit Sensoren ähnlich denen der Fahrradtachos die Geschwindigkeit von Vorder- und Hinterrad. Die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem durchdrehenden Hinterrad und dem Vorderrad ergibt letztlich den Schlupf. Kontrollierte Drifts sind im Straßenbereich in der Regel nur von den 500er GP und aus der Superbike-WM bekannt. Dort hat sich herauskristallisiert, daß Spitzenfahrer mit kaum mehr als zehn, höchstens 15 Prozent Schlupf am Hinterrad aus den Kurven herausbeschleunigen.« Angesichts der Erfolge von Mick und Troy dürften diese Werte somit als der beste aktuelle Kompromiß zwischen besserer Motorradbeherrschung durch den Drift und dem dadurch bedingten Traktionsverlust einzustufen sein. Mehr Schlupf bringt letztlich nur mehr Spektakel. Die Stoppuhr straft solche Eskapaden aber umgehend mit längeren Rundenzeiten.. Und unsere Super Moto-Artisten? Denen fällt´s ehrlich gesagt etwas leichter, wild zu sein. Geringere Geschwindigkeiten auf den Super Moto-Pisten und die aufrechte Sitzhaltung samt breiten Lenkern auf den modifizierten Crossern kühlen bei einem Rutscher das Mütchen nicht so schnell ab wie im Straßenrennen bei 150 Stundenkilometern am Ausgang der Sachskurve in Hockenheim. Dennoch, als Meister der Motorrad-Beherrschung tat sich bei der Probe aufs Exempel auf einer Kartpiste Vorderrad-Stoppie-Weltrekordler Meik Appel hervor. Auf seiner 70 PS starken Halbliter-Kawasaki brannte der Wolfsburger während der kompletten Beschleunigungsphase nahezu unglaubliche 40 Prozent Schlupf auf den Asphalt während sich Herr Gautschi und Monsieur Chambon mit vergleichsweise moderaten 20 Prozent begnügten.Nur gut für das Publikum, daß der schräge Meik ein unvernünftiger Mensch ist und die Sekunden, die er laut Datarecording nachweislich durch die allzu gewagten Drifts verlor, nicht durch Mäßigung in dieser Disziplin zu finden versucht. Schließlich scheint er anderswo fündig zu werden - sein Vizetitel in der letztjährigen Inter-DM bestätigt es.Themawechsel. Die deutsche Super Moto-Szene 1997. Was gibt´s Neues? Die Prestige-Klasse, das heißt die 33 gesetzten Piloten, die sich für die Super Moto-Inter-DM qualifiziert haben, erhalten ein erweitertes sportliches Programm. Statt in einem Lauf buhlen die Könner des Fachs in Zukunft bei jeder Inter-DM-Veranstaltung in zwei Läufen um die begehrten DM-Punkte. Eine Aufwertung erhält die Vorzeigeklasse auch in einer anderen Hinsicht. Neben den Superbike-WM-Anläßen in Hockenheim und Assen gastieren die Driftkünstler 1997 bei einer weiteren Großveranstaltung - der Straßen-DM auf dem Sachsenring vor erwarteten 30000 Zuschauern.Der erfreulichen Entwicklung der Open-Klasse, die als Tummelfeld aller Nachwuchs-Drifter kontinuierlich steigende Starterzahlen aufweisen kann, trägt ein ausgebauter deutscher Super Moto-Cup Rechnung. Statt in vier wird der Cup künftig in sechs Veranstaltungen ausgefochten. Ansonsten bleibt alles beim alten. Sprich weitgehende technische Freiheit und ein Spektrum der Lizenzen von der Tages-B-Lizenz für Anfänger bis zu erfahrenen Piloten mit einer A-Lizenz.Wie gehabt bleibt es in der Einsteiger-Klasse für Teilnehmer mit serienmäßigen Einzylinder-Viertakt-Enduros. Einzige Neuerung: Auch die serienmäßige Bremsanlage darf nicht mehr modifiziert werden.Und sonst? Für all diejenigen, die sich nach der Winterpause wieder warmfahren möchten oder als Neulinge ins Super Moto hineinschnuppern möchten, bietet MOTORRAD gemeinsam mit verschiedenen Clubs drei Trainings an. Eine Lizenz ist nicht erforderlich. Dafür aber Lederbekleidung und eine kurze schriftliche oder telefonische Voranmeldung beim betreffenden Veranstalter. Alles klar? Dann bis Saarbrücken, Schaafheim, Colmar, Großenhain.....
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Super Moto 1997: Vorschau (Archivversion)

22./23. März: SaarbrückenSaarmesseTelefon 06 81/9 54 02 26Fax 06 81/9 54 02 3012./13. AprilTraining SchaafheimMSC WartturmTelefon 0 60 26/13 33Fax 0 60 26/86 5719./20. April: Training Colmar/FHilko KraftTelefon 0 47 34/6 23Fax 0 47 34/12 6126./27. AprilTraining GroßenhainMSC GroßenhainTelefon/Fax 0 35 22/3 88 343./4. Mai: SchaafheimAdresse siehe oben8. Mai: BensheimMSC HD-WieblingenTelefon 0 62 02/6 44 26Fax 0 62 02/6 20 5825. Mai: SachsenringADAC SachsenTelefon 03 51/4 47 88 17Fax 03 51/4 47 88 288. Juni: HockenheimADAC WürttembergTelefon 07 11/2 80 01 38Fax 07 11/2 80 01 2321./22. Juni: GroßenhainAdresse siehe links29. Juni: HeilbronnMCC HN-FrankenbachTelefon 0 71 31/4 65 28Fax 0 71 31/92 74 9816./17. August: HarsewinkelMSC HarsewinkelTelefon 0 52 47/37 36Fax 0 52 47/55 6323./24. AugustEstering/BuxtehudeAC Niederelbe Telefon/Fax 0 41 65/62 4431. August: Assen/NLMSC NordsaarTelefon 0 68 03/13 77Fax 0 68 03/34 2520./21. September: GründauMSC GründautalTelefon 0 60 58/91 04 98Fax 0 60 58/91 04 975. Oktober: Schwalbach-HülzweilerAdresse siehe Assen

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INTERNATIONALE TERMINE2. März Bordeaux/F 20. April Villefranche/F25. Mai Lignières/CH15. Juni Niederbipp/CH15. Juni Aix les Bains/F29. Juni Wohlen/CH14. Juli Valence/F24. August Metz/F7. Sept. Heerlen/NL14. Sept. Belfort/F21. Sept. Lignières/CH5. Okt. Thun/CH5. Okt. Cahors/F12. Okt. Mettet/B19. Okt. Frauenfeld/CH19. Okt Epinal/F26. Okt. Lausanne/CH26. Okt. Alphen/NL9. Nov. Rheintal/CHKontaktadressenFrankreich: FFM, 74, Av. Parmentier, F-75011 Paris, Telefon 00 33/1/49 23 77 00, Fax 00 33/1/47 00 08 37.Schweiz: FMS, 47, rue du 31. décembre, CH-1211 Genf 6, Telefon 00 41/2 27 35 34 40, Fax 00 41/2 27 86 13 03Holland: KNMV, Postbus 650, Zijpendaalseweg 1, NL-6800 AR Arnhem, Telefon 00 31/2 64 45 20 25, Fax 00 31/2 63 51 38 38.

Nach Frankreich und Deutschland springen auch andere Nationen auf den Super Moto-Zug auf.––––– (Archivversion) - »Wohl erzogen, unser Kleines«–––––

Die vergangene Super Moto-Saison, die sich im Ergebnis als locker-lässig und spektakulär präsentierte, kostete hinter den Kulissen gewaltige Energie. Gigantische Telefonrechnungen waren letztlich Indikatoren für die vielen Gespräche, Treffs, Vermittlungen, Beschwichtigungen, Ermunterungen, Überlegungen und Planungen, die gemacht werden mußten, um dem jungen Sport nach dem Krabbeln auch das Gehen beizubringen.Offensichtlich haben sich die Erziehungsmethoden von MOTORRAD als Initiator der Serie herumgesprochen. Urplötzlich zeigen sich die Verantwortlichen der französischen Super Moto-Szene bereit und fähig, ihre Termine mit den Inter-DM-Rennen zu koordinieren, in Holland arbeitet eine Truppe von Drifter-Fans mit Hochdruck an einer mehrteiligen Serie, Italien feierte kürzlich auf der Motor Show in Bologna Super Moto-Premiere, Spanien möchte das katalonische Championat zur gesamtnationalen Meisterschaft ausbauen, und die Schweiz erlebt mit einer achtteiligen Serie 1997 gar den Super Moto-Urknall.Und soviel Eigenlob darf sein: Die Initiative von MOTORRAD, die den Super Moto-Sport vor vier Jahren aus seiner gallischen Isolation erlöste, gab letztlich die Initialzündung für diese Entwicklung. Es scheint, daß Super Moto nach dem Gehen nun auch das Laufen lernt.BU:Erziehungsberechtigter: MOTORRAD-Redakteur und Super Moto-Initiator Peter Mayer

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22./23. März: SaarbrückenSaarmesseTelefon 06 81/9 54 02 26Fax 06 81/9 54 02 3012./13. AprilTraining SchaafheimMSC WartturmTelefon 0 60 26/13 33Fax 0 60 26/86 5719./20. April: Training Colmar/FHilko KraftTelefon 0 47 34/6 23Fax 0 47 34/12 6126./27. AprilTraining GroßenhainMSC GroßenhainTelefon/Fax 0 35 22/3 88 343./4. Mai: SchaafheimAdresse siehe oben8. Mai: BensheimMSC HD-WieblingenTelefon 0 62 02/6 44 26Fax 0 62 02/6 20 5825. Mai: SachsenringADAC SachsenTelefon 03 51/4 47 88 17Fax 03 51/4 47 88 288. Juni: HockenheimADAC WürttembergTelefon 07 11/2 80 01 38Fax 07 11/2 80 01 2321./22. Juni: GroßenhainAdresse siehe links29. Juni: HeilbronnMCC HN-FrankenbachTelefon 0 71 31/4 65 28Fax 0 71 31/92 74 9816./17. August: HarsewinkelMSC HarsewinkelTelefon 0 52 47/37 36Fax 0 52 47/55 6323./24. AugustEstering/BuxtehudeAC Niederelbe Telefon/Fax 0 41 65/62 4431. August: Assen/NLMSC NordsaarTelefon 0 68 03/13 77Fax 0 68 03/34 2520./21. September: GründauMSC GründautalTelefon 0 60 58/91 04 98Fax 0 60 58/91 04 975. Oktober: Schwalbach-HülzweilerAdresse siehe Assen

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