Superbike-DM-Finale Hockenheim (Archivversion) Endspurt: 125, 250, Supersport

Für die 125er und Supersport-Piloten ging`s in Hockenheim um die Wurst. Nur der 250er Meister stand vorzeitig fest.

Die Supersport 600-Recken fuhren in Hockenheim das Rennen des Tages. 20 Runden lang fighteten fünf Mann um den Sieg - und auch die beiden Titelkandidaten Jörg Teuchert und Tommy Körner waren im Spitzenpulk dabei. Nach zahlreichen Positions- und Führungswechseln machte Teuchert in der letzten Runde vor der Sachskurve ernst. Souverän bremste er mit seiner Yamaha Körners Kawasaki aus, gewann das Rennen und verteidigte erfolgreich die Meisterschaft. »Nächstes Jahr will ich im Supersport-Weltcup starten«, strebt der Franke nach zwei nationalen Titeln höhere Ziele an.Körner hatte Teucherts Attacke noch nicht richtig verdaut, da drückte sich auch noch Suzuki-Pilot Christian Kellner an ihm vorbei. »Unsere Maschinen haben sich berührt, aber zum Glück ging`s ohne Sturz ab«, schilderte der geschlagene Kawa-Reiter im Ziel, das er als Dritter vor Stefan Scheschowitsch und Michael Schulten (beide Suzuki) erreicht hatte. Erster Verfolger des Spitzenquintetts war MOTORRAD-Mann Markus Barth. »Ich hatte aber nie die Chance, zu den Führenden aufzuschließen«, berichtete der sechstplazierte Suzuki-Fahrer. Vier Ränge hinter ihm landete sein Marken- und Redaktionskollege Gerhard Lindner.Reinhard Stolz heißt der neue Meister der 125er. Dem 22 jährigen Honda-Fahrer aus Oberbayern genügte der vierte Platz im Finale, nachdem sein stärkster Titelkonkurrent Klaus Nöhles nach anfänglicher Führung gestürzt war und das Rennen nur als 14. beenden konnte. Der Laufsieg im Motodrom ging an Dirk Reissmann.In der 250er Klasse war für Jungstar Alex Hofmann dagegen schon vor dem letzten Rennen alles geritzt. Den Titel hatte der Honda-Pilot bereits in der Tasche. Trotzdem ging er hochmotiviert an den Start, galt es doch, die Saison standesgemäß mit dem zehnten Sieg in Serie zu beenden. Was Hofmann auch ohne große Mühe gelang. »Heute habe ich nicht sehr viel Gegenwehr gehabt, es war ein leichter Sieg«, strahlte der Gewinner, in dessen Camp bereits heftig über den geplanten Aufstieg in den Grand Prix-Sport verhandelt wurde. Zuvor hat Hofmann aber noch einen wichtigen Job zu erledigen: den Gewinn der 250er Europameisterschaft. Bei drei ausstehenden Rennen und 27 Punkten Vorsprung sollte auch das kein Problem sein. In der 125er Klasse haben mit Klaus Nöhles und Reinhard Stolz sogar noch zwei deutsche Piloten Chancen auf die EM.

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